Bergenhusen : Das Dorf der Störche will endlich offiziell „Erholungsort“ werden

Avatar_shz von 01. Dezember 2020, 18:10 Uhr

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Ein Storchenpaar in Bergenhusen:  Meister Adebar ist in dem Dorf ein gern gesehener Gast und hat es weit über die Landesgrenzen bekannt gemacht.

Ein Storchenpaar in Bergenhusen:  Meister Adebar ist in dem Dorf ein gern gesehener Gast und hat es weit über die Landesgrenzen bekannt gemacht.

Gemeindevertreter wollen damit den Tourismus ankurbeln. Doch vorher muss noch die Luftreinheit geprüft werden.

Die Gemeinde Bergenhusen will Erholungsort werden. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss fassten die Gemeindevertreter. „Bergenhusen ist eines der schönsten Dörfer in Schleswig-Holstein“, sagt Hans Christian Langner, „das müssen wir mit Blick auf den Tourismus besser vermarkten.“ Antrag ans Wirtschaftsministerium Die CDU-Fraktion habe dazu bereits eine umfangreiche Vorarbeit geleistet. Der Kriterienkatalog für eine Anerkennung wurde überprüft, die Antragsunterlagen ausgefüllt und an das Wirtschaftsministerium als zuständige Stelle eingereicht. Nun soll es an die Feinarbeit gehen.  Langner, der die Gemeinde auch im Tourismusverein Friedrichstadt vertritt, strebt dazu eine Mitgliedschaft in der Tourismusorganisation „Grünes Binnenland“ an. Wichtigster Punkt ist zunächst die Erstellung eines Leitbildes für den Tourismus im Storchendorf.   Gutachten zur Luftreinheit kostet 5000 Euro Diese Aufgabe wurde dem Ausschuss für Sport und Kultur als dringlich übergeben. Mit dem positiven Bescheid des Auswahlgremiums wird abschließend die Untersuchung der Luftreinheit durch ein zertifiziertes Prüfinstitut erforderlich. „Dies ist mit zirka 5000 Euro der kostenintensivste Punkt im Gesamten Anerkennungsverfahren“, so Langner. Dieses Geld soll jedoch nach Meinung der Gemeindevertreter erst bei Aussicht auf Erfolg ausgegeben werden. Einzigartige Lage des Dorfes Die Pluspunkte des Dorfes arbeitete er in seinem Plädoyer vor den Gemeindevertretern heraus: „Die einzigartige Lage unseres Dorfes mit der  Flussniederung und den Waldflächen bietet den Erholungssuchenden, ausgewiesene Fahrrad- und Wanderwege, Reitmöglichkeiten, Angelplätze (auch für Rollstuhlfahrer) und dazu die Bademöglichkeiten an der Naturbadestelle Alte Sorge. Unser großes Kapital aber sind unsere Störche!“   Erfolgreiche Fragebogenaktion Erfreulich war aus Sicht von Bürgermeisters Helmut Schriever die Resonanz der Fragebogenaktion zur Beteiligung der Einwohner am Ortsentwicklungskonzept. „48 Haushalte haben den Fragebogen ausgefüllt und mit Vorschlägen zurückgeschickt. 22 Bürger wollen sich an einem künftigen Workshop beteiligen“, berichtete der Bürgermeister. Das Verfahren ist jedoch bedingt durch Corona ins Stocken geraten. Bis zu acht neue Baugrundstücke Der Entwurf des Bebauungsplans für das Baugebiet „Südlich des Vogelstangenweges“ wurde in der vorhergehenden Sitzung des Bau- und Wegeausschusses von allen Gemeindevertretern ausführlich diskutiert. Bis zu acht Baugrundstücke sollen hier entstehen. Nun wurde das Regelwerk einstimmig angenommen. Die Grundstücke sollen bevorzugt an junge Leuten aus Bergenhusen gehen, machte  der Vorsitzende des Ausschusses, Uwe Tams, deutlich. Weitere Beschlüsse der Gemeindevertretung - Bergenhusen will 50.000 Euro für die  Sanierung maroder Wirtschaftswege ausgeben. - Im Januar soll zusammen mit Fachfirmen festgelegt werden, welche Wege als erstes repariert werden. - Mit einem Nachtragshaushalt wurden die Kosten der in diesem Jahr zusätzlich realisierten Projekte genehmigt. Dazu zählen unter anderem die Sanierung von Gehwegen, die Entwicklungskosten für das künftige Baugebiet und die Einrichtung der dritten Kita-Gruppe. -Nach einem Erstversuch mit gutem Ergebnis sollen mittelfristig alle Kurven der Gemeindestraße an der Strecke nach Börm mit Betonplatten befestigt werden....

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