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Hanerau-Hademarschen : „Das bleibt für immer in unserer Seele“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Tränenreicher Abschied nach der letzten Schimmelreiter-Vorstellung. Nach drei Jahren gemeinsamer Arbeit löst sich die Gemeinschaft auf.

Auf dem Gut Hanerau ist Ruhe eingekehrt, der Theaterzauber der vergangenen Wochen verflogen. Sonntag fand die letzte Vorstellung der Schimmelreiteraufführung statt. Damit endete das einzigartige dreijährige Theaterprojekt, das über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus für eine überwältigende Begeisterung sorgte. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge kamen die Darsteller, das Produktionsteam und die Helfer zur letzten Aufführung zusammen. Im Bewusstsein darüber, dass nun der gemeinsame Weg bis hierhin zu diesem großartigen Ereignis zu Ende geht und sich die über die Jahre gewachsene generationsübergreifende Gemeinschaft von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren aus und um Hanerau-Hademarschen auflöst.

Bereits vor Beginn der letzten Darbietung flossen einige Abschiedstränen. Letzte Fotoaufnahmen sollen an die unvergessliche Zeit erinnern. Andererseits waren viele auch erleichtert, dass nun Schluss ist. Jetzt bleibt wieder mehr Zeit für Privatleben und Hobbys, auf die sie in den vergangenen Jahren oft monatelang verzichtet haben, um zu diesem Theater-Erfolg beizutragen.

„Wir sind immer an unsere Grenzen gegangen. Wir haben herausgefunden, wer wir sind und wer wir eben nicht sind. Aber vor allem sind wir sind einen richtig guten Weg zusammen gegangen und haben gemeinsam ein Theater erfunden, von dem wir alle nicht wussten, wie es werden wird. Selbst ich nicht“, versuchte es Regisseur Frank Düwel in Worte zu fassen. Er bedankte sich bei allen, die an dem Phänomen Schimmelreiter-Theatertrilogie beteiligt waren und gemeinsam das große Kunstwerk geschaffen haben. „Und das ist das Wundervolle: Dass wir etwas erfinden, was niemand greifen kann. Wir spielen es und die Leute erleben es. Wisst ihr, was das Tolle an der immateriellen Schönheit ist? Sie wird für immer in unserer Seele bleiben. Und sie wird für immer in der Seele unserer Gäste bleiben, weil es nichts ist, was man einem nehmen kann. Es ist einfach da“, so Düwel.

Das Projekt, so wurde es mehrfach schon beschrieben, ist ein Glücksfall für die Gemeinde und für die Zuschauer, die an dem Erlebnis teilhaben durften. Aber auch für die Darsteller und alle Beteiligten, selbst hinter den Kulissen. Herbert Sierk war von Anfang dabei. In den ersten beiden Teilen spielte er den Vater von Hauke Haien, im dritten Teil Jewe Manners: „Die drei Jahre sind ein Geschenk. Zu sehen wie die Kinder groß geworden sind. Sie sind zu kleinen erwachsenen Persönlichkeiten gereift. Das zu erleben, ist das größte Geschenk überhaupt“.

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