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Das Bergdorf wächst: Viel Platz für Familien und Firmen

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Ascheffel | Das idyllische "Bergdorf" ist dabei, zu wachsen und sich herauszuputzen. Auf dem höchsten Punkt der Gemeinde entsteht derzeit mit der Globetrotter-Akademie ein Leuchtturm-Projekt, das weit über die Gemeindegrenzen hinaus Ausstrahlungskraft erzielen und damit Ausflügler, Sportler und Naturliebhaber anlocken wird. Da ist aber auch der demografische Wandel, der nicht nur die Ascheffeler angesichts einer sich verändernden Bevölkerung vor Herausforderung stellt. Mit einem neuen Wohn- sowie Gewerbegebiet stellt Ascheffel jetzt die Weichen für die Zukunft. Und dafür greift die Gemeinde kräftig in die Tasche und investiert.

In vollem Gange ist die Bautätigkeit in dem knapp ein Hektar großen Gewerbegebiet am Straßberg. Ein Unternehmen baut bereits, drei Grundstücke sind noch für den Quadratmeterpreis von 30 Euro zu haben. "Ein Interessent ist uns leider abgesprungen, der konnte nicht mehr warten", bedauert Bürgermeister Günther Petersen, den die Vorgeschichte reichlich Kopfzerbrechen gekostet hätte. Denn weit mehr als ein Jahr hat die erforderliche Entlassung aus dem Landschaftsschutz für die Fläche gedauert. Im Oktober vergangenen Jahres begann dann das Archäologische Landesamt zu graben und stieß, wie vermutet, auf rund 1800 Jahre alte Siedlungsspuren. Zahlreiche Tonscherben wurden ans Tageslicht geholt, die Baufahrzeuge wurden damit erneut für einige Wochen ausgebremst.

Junge Familien sind es, die sich für ein Grundstück im Neubaugebiet am Förstereiweg entschieden haben. "Fünf Kaufverträge stehen kurz vor dem Abschluss", sagte Petersen. Auf der 1,1 Hektar große Fläche entstehen zwölf Wohneinheiten. Zwischen 700 und 800 Quadratmeter sind die Grundstücke groß, der Preis beträgt 80 Euro pro Quadratmeter. 19 Interessenten hat es einst gegeben, als bekannt wurde, dass die Gemeinde ein Neubaugebiet aufweise. Davon sind aber nur die fünf geblieben. "Viele dachten, sie könnten billiger kaufen", sagt Petersen. Der Gemeindechef weiß aber, dass er im Vergleich mit den Preisen in den Nachbarorten mehr als mithalten kann.

Der Name für das Neubaugebiet, dessen Erschließung etwa 480 000 Euro kosten wird, steht bereits fest. Nordende soll es heißen. Der Name wurde im Rahmen eines Ideenwettbewerbs im Dorf ermittelt.

Aber auch bei der Erschließung Nordendes lief nicht alles planmäßig. So muss die Regenwasserleitung im unteren Teil des Förstereiweges in drei Meter Tiefe erneuert werden. Die vorhandenen Rohre sind in einem desolaten Zustand. Petersen schätzt die Kosten auf rund 150 000 Euro. "Jedes Grundstück erhält einen neuen Anschluss." Bereits vor einem Jahr wurden im Förstereiweg auf einer Länge von 100 Meter die Leitungen und Anschlüsse erneuert. Damals investierte Ascheffel bereits knapp 100 000 Euro.

Im Baugebiet selbst müssen Höhenunterschiede von rund fünf Metern ausgeglichen werden. Am Rande des Baugebietes entsteht eine 150 Meter lange Entwässerungsmulde, um das vom Berg ablaufende Wasser in den Griff zu bekommen. Mitte bis Ende August sollen die Erschließungsarbeiten beendet sein, so dass im September die ersten Häuslebauer beginnen können.

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erstellt am 01.Aug.2013 | 04:59 Uhr

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