Neuer Trend : Damit es blüht und summt

Erfreuen sich an der Wildblumenwiese in der Berliner Straße, Büdelsdorf: Stefan Binder (BGM-Vorstand, rechts) und Ralph Hohenschurz-Schmidt („Gärten der Vielfalt“).
Erfreuen sich an der Wildblumenwiese in der Berliner Straße, Büdelsdorf: Stefan Binder (BGM-Vorstand, rechts) und Ralph Hohenschurz-Schmidt („Gärten der Vielfalt“).

Die Baugenossenschaft Mittelholstein pflanzt Blumen statt Rasen, um Lebensraum für Insekten zu schaffen.

shz.de von
18. Juli 2018, 10:24 Uhr

Aus Rasenflächen werden Wildblumenwiesen – mit diesem Projekt engagiert sich die Baugenossenschaft Mittelholstein (BGM) in Büdelsdorf für den Naturschutz und schafft Lebensraum für Wildbiene, Schmetterling & Co. „Allein in Büdelsdorf haben wir 50 Liegenschaften mit einer Gesamtfläche von fast 150 000 Quadratmetern – bisher pflegeleichter Rasen, aber wenig insektenfreundlich“, so BGM-Vorstand Stefan Binder.

Das soll sich ändern. Im Frühjahr wurden fünf „Testflächen“ von jeweils etwa 100 Quadratmetern Größe in der Berliner Straße, der Ulmenstraße, der Akazienstraße, dem Moorweg und der Weichselstraße festgelegt, auf denen Gärtner Thies Vosgerau Wildblumen aussäte. „Der Erfolg war schnell zu sehen“, freute sich Vosgerau. „Im April gesät, im Mai blühte es, und es herrschte Flugbetrieb.“ Je nach Bodenbeschaffenheit wurden unterschiedliche Blumenmischungen verwendet. Die Baugenossenschaft will Erfahrungen sammeln, um das Projekt auszubauen. „Ich könnte mir vorstellen, dass aus den bisher 500 Quadratmetern 5000 werden“, so Binder. Man könnte mit geringem Aufwand Lebensraum für Insekten schaffen. Das Netzwerk „Gärten der Vielfalt“ begleitet das Projekt. Ralph Hohenschurz-Schmidt vom Netzwerk sieht gute Chancen, auch andere Gewerbebetriebe für das Thema zu sensibilisieren.

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