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Schule in der Kaserne : Container haben bald ausgedient

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Mittelstufe der Privatschule Mittelholstein zieht zum 1. November auf das Gelände der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne. Wo einst Soldaten der Bundeswehr unterrichtet wurden, sollen demnächst Privatschüler lernen.

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erstellt am 21.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Wo einst Soldaten der Bundeswehr unterrichtet wurden, sollen demnächst Privatschüler lernen. Die Privatschule Mittelholstein hat sich in ein Lehrsaalgebäude in der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne eingemietet und wird den Unterricht dort am 1. November mit 43 Mittelstufenschülern aufnehmen. „Das Gebäude ist bestens für unsere Ansprüche geeignet. Es waren zwar einige Umbauten notwendig, um die Ansprüche an einen Schulbau zu erfüllen, inzwischen aber sind die Räume fast bezugsfertig“, erklärte Sprecherin Britta Dunker. In dieser Woche wird noch eine Nottreppe installiert – dann kann es losgehen.

Die Privatschule Mittelholstein wurde vor drei Jahren gegründet, um eine Alternative zum bestehenden Schulsystem zu bieten. Der Unterricht fand in Containern auf dem Gelände der Büdelsdorfer Emil-Nolde-Schule statt. Dass dies jedoch keine Dauerlösung sein konnte, zeigte sich spätestens, als die Stadt Büdelsdorf entschied, ihre neue Gemeinschaftsschule an diesem Standort zu bauen. Die 43 Mittelstufenschüler werden noch einige Tage in den Containern zur Schule gehen und dann in die ehemalige Kaserne umziehen. Und dann ist nach Auskunft von Dunker auch Platz und Gelegenheit, mehr Schüler aufzunehmen: „Wir haben eine lange Warteliste von Schülern. Viele werden dann eine Zusage bekommen. Die 77 Grundschüler der Privatschule bleiben zunächst am Standort Büdelsdorf. „Natürlich wäre es sinnvoll, wenn wir alles zusammenführen könnten. Da sind allerdings noch einige Verhandlungen notwendig.“

Ziel der Privatschule ist es, Schülerinnen und Schüler für das Lernen zu begeistern. „Zu uns kommen auch viele Schülerinnen und Schüler als ‚Quereinsteiger‘, die mit dem herkömmlichen Modell nicht zurechtkommen“, sagt Britta Dunker. Auch wo Grundschulen geschlossen werden, springt die Privatschule gelegentlich ein. So sind die Standorte Gnutz und Neudorf-Bornstein entstanden.

Die Privatschule ist allerdings auch ein Wirtschaftsbetrieb. Gründer und Geschäftsführer Michael Claßen hält es für uneffektiv, dass sich jeder Lehrer immer wieder individuell auf den Unterricht vorbereitet. Die Vorstellung des Stoffes läuft deshalb in allen Klassenstufen der Privatschule Mittelholstein für 15 Minuten gleich ab. „Danach arbeiten die Schüler allein weiter, der Lehrer geht herum und kümmert sich um die einzelnen Schüler. Das ist Individualunterricht“, erläutert Dunker. Es gebe über die Privatschule sehr viele Gerüchte und falsche Vorstellungen“, sagt sie, „wer aber einmal eine Informationsveranstaltung besucht hat, ist meist erstaunt.“

Am Sonnabend, dem 2. November (11 bis 13 Uhr), lädt die Schule die Bürger zu einem Tag der offenen Tür in ihr neues Gebäude ein. Dort werden die Räumlichkeiten gezeigt, das Konzept vorgestellt und Fragen beantwortet.


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