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Selbsthilfe- und Gesundheitstag : Cocktails und Qigong halten fit und gesund

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Selbsthilfegruppen stellten sich im „Seniorenzentrum Mittelholstein“ in Hohenwestedt vor. Die Messe lockte mit einem Mitmachprogramm viele Besucher an. Mit dabei waren Tai Chi, Nordic-Walking, alkoholfreie Cocktails oder ein Rollator-Slalom.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Tai Chi, Nordic Walking, Venenmessung, Rollator-Slalom und alkoholfreie Cocktails von den Guttemplern: Beim Selbsthilfe- und Gesundheitstag in Hohenwestedt gab es jede Menge Informations- und Mitmachangebote. Zum zweiten Mal veranstaltete die Selbsthilfekontaktstelle („KIBIS“) der „Brücke Rendsburg-Eckernförde“ gemeinsam mit örtlichen Selbsthilfegruppen einen Selbsthilfe- und Gesundheitstag des Kreises. Nach der Premiere vor einem Jahr im Rendsburger Arsenal fungierte diesmal das „Seniorenzentrum Mittelholstein“ in Hohenwestedt als Gastgeber und Mitveranstalter.

Saal und Wintergarten des Seniorenheims waren zu einem Messebereich umfunktioniert, in dem sich verschiedene Selbsthilfegruppen präsentierten. Ansprechpartnerin am Stand des Bundesverbands Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) war eine Hohenwestedterin: BSK-Landesvertreterin Heike Witsch, die beim BSK sogar bundesweit als Expertin für barrierefreien öffentlichen Personennahverkehr im Einsatz ist. Auch am Nachbarstand des Deutschen Guttempler-Ordens informierte ein Hohenwestedter die Aktionstagsbesucher: Hans-Jürgen Kain, 1. Vorsitzender des Guttempler-Landesverbands Schleswig-Holstein.

„Wir sind offen für alle, und wir stehen zu unseren Problemen“, sagte Kain und machte Werbung für die wöchentlichen Treffen der Gemeinschaft „Frisch auf Nortorf“, die immer montags um 19.30 Uhr im Markus-Haus der Kirchengemeinde Nortorf zusammenkommt. Die 1851 in den USA gegründete Abstinenzorganisation erreichte 1889 Deutschland. „Deshalb wollen wir 2014 unser 125-jähriges Bestehen feiern“, kündigte Kain an. Gefeiert wird bei den Guttemplern natürlich mit alkoholfreien Getränken, zum Beispiel mit Cocktails wie „Paradiesvogel“ und „Wachmacher“, die man beim Selbsthilfe- und Gesundheitstag probieren konnte.

Die Gelegenheit, sich im „Seniorenzentrum Mittelholstein“ zu präsentieren, nutzen unter anderem auch: die psychosoziale Krebsnachsorge des DRK, die Alzheimer-Gesellschaft im Kreis Rendsburg-Eckernförde, die Allianz chronischer seltener Erkrankungen (ACHSE), die Selbsthilfegruppe Lungenemphysem, die Suchtberatung Südkreis der „Brücke“, die Selbsthilfegruppe Dystonie und der Hospizverein Hohenwestedt, Todenbüttel und Umgebung.

Das Mitmachprogramm des Selbsthilfe- und Gesundheitstags begann mit einem Schnupperkurs in Tai Chi und Qigong (im Vortragsraum) und einem Schnuppertraining „aktiv mit dem Rollator“ (im Außenbereich des Seniorenheims). Dass Tai Chi und Qigong fernöstlichen Ursprungs sind und als „Meditation in Bewegung“ in der Stresstherapie zum Einsatz kommen, konnten die Schnupperkursteilnehmer von Susanne Wolf erfahren, die ihre Kurse sowohl bei der Volkshochschule Hohenwestedt als auch in Marc Stolzes Physiotherapiepraxis in der Schlossmühle Hohenwestedt anbietet. „Das Wichtigste bei allen Übungen ist, dass man mit Humor und Spaß bei der Sache ist“, betonte Susanne Wolf, die ihren Schnupperkursschützlingen Qigong-Figuren wie „Den Mond halten“ und „Die Wolkenhände“ beibrachte.

Um eine Verbesserung der Mobilität ging es in dem Rollator-Training, zu dem Gabriele Speetzen und Inken Cziossek vom Institut für Motopädagogik (Neumünster) einluden. „Unser Ziel ist, dass sich die Senioren möglichst lange ihre Beweglichkeit erhalten und somit recht lange zu Hause bleiben können“, erläuterte Gabriele Speetzen. Zielgruppe der Motopädagoginnen seien indes nicht nur Rollator-Benutzer: „Wir bieten Seminare für alle Altersgruppen an, von 0 bis 100 Jahren, wir wollen die Leute vom Fernseher wegholen.“

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