Abschied von Rendsburg : „Christoph 42“ ist umgezogen: Luftretter heben jetzt auf dem Flugplatz Schachtholm ab

Mit einem ferngesteuerten Transportwagen wird der neue Rettungshubschrauber aus dem Hangar gefahren. Rechts der Hubschrauber, der bis gestern im Einsatz war.
Mit einem ferngesteuerten Transportwagen wird der neue Rettungshubschrauber aus dem Hangar gefahren. Rechts der Hubschrauber, der bis gestern im Einsatz war.

Mit dem Standortwechsel wird auch eine neue Maschine in Betrieb genommen. Der Hubschrauber des Typs H145 ist hochmodern.

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24. Juli 2020, 18:47 Uhr

Es wird ruhiger am Himmel über Rendsburg. Am Freitag wurde der Rettungshubschrauber „Christoph 42“ von der Station an der Imland-Klinik auf den Flugplatz Schachtholm verlegt.

Zugleich wird der bisher genutzte Helikopter vom Typ EC145 durch einen modernen Hubschrauber H145 ersetzt. Das neue Modell ist für die Hubschrauber-Basis inklusive Hangar neben dem Rendsburger Krankenhaus zu breit. Deshalb rückte der Flugplatz in Schachtholm in den Mittelpunkt des Interesses der DRF Luftrettung, da dieser einen weiteren Vorteil mit sich bringt. Im Gegensatz zum alten Standort, der mitten in einem Wohngebiet liegt, fallen die Folgen der Lärmbelästigung geringer aus.

Wir freuen uns sehr, dass wir auch in Rendsburg eine H145 in Betrieb nehmen können. Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung.
 

Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung, stellt den neuen „Christoph 42“ vor: „Wir freuen uns sehr, dass wir auch in Rendsburg eine H145 in Betrieb nehmen können, den derzeit modernsten in der Luftrettung eingesetzten Hubschrauber.“

Die Christoph-42-Crew vor dem Rettungshubschrauber H145: Notfallsanitäter Bodo Voges, Pilot Jens Zeißig und Notarzt Knut Rump (von links).
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Die Christoph-42-Crew vor dem Rettungshubschrauber vom Typ H145: Notfallsanitäter Bodo Voges, Pilot Jens Zeißig und Notarzt Knut Rump (von links).
 

Der Wechsel an den neuen Standort fand am Freitag während des laufenden Betriebs statt. „Besonders bedanken möchten wir uns für die Unterstützung des Teams des Flugplatzes Rendsburg-Schachtholm um Jörg Köpping und des Kreises Rendsburg-Eckernförde sowie für das Engagement vieler Kolleginnen und Kollegen, ohne die dieser Umzug nicht möglich gewesen wäre“, hebt Dr. Florian Reifferscheid, Leitender Hubschrauberarzt der Station in Rendsburg, hervor. „Wir freuen uns auf die Arbeit auf der neuen Station und mit der neuen Maschine, die für die Anforderungen in der Region, zum Beispiel die Versorgung der Inseln und Halligen sowie Einsätze in der Nacht, besonders geeignet ist.“

Mehr Platz für die Besatzung

Der Notarzt lobt auch das von der DRF Luftrettung mitentwickelte neue Innenraumkonzept, das mehr Platz für die Besatzung bietet und so die Patientenversorgung nochmals verbessert.

 Ins Auge sticht am neuen „Christoph 42“ auch der ummantelte Heckrotor, der sogenannte Fenestron: Er ist leiser, besser vor Beschädigungen geschützt und bietet Rettungskräften am Boden mehr Sicherheit.

Landeplatz wird verbreitert

Dr. Reifferscheid wies darauf hin, dass der überwiegende Teil der Transporte von Patienten zur Imland-Klinik mit dem Rettungswagen erfolgt. „Der Notarzt kommt mit dem Hubschrauber und fährt dann mit dem Patienten im Rettungswagen in die Klinik.“ Um auch den Transport mit dem Rettungshubschrauber zur Klinik zu ermöglichen, solle in Kürze der bisherige Landeplatz verbreitert werden. Mittelfristig plant die Imland-Klinik die Errichtung eines Hubschrauberlandeplatzes auf einem zurzeit im Bau befindlichen Gebäude.

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