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Aufgewertet : Christkirche jetzt „national wertvoll“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gebäude wurde in eine Liste besonderer Kulturdenkmäler aufgenommen / Sanierungsarbeiten am Südflügel beginnen demnächst

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2013 | 19:01 Uhr

Das Gerüst am Südflügel des Gebäudes setzt ein deutliches Zeichen: Die Arbeiten zur Sanierung der Christkirche können umgehend fortgesetzt werden. Dafür, dass jetzt der erste Teil des dritten Bauabschnitts in Angriff genommen werden kann, sorgte die Aufnahme in die Liste „National wertvolle Kulturdenkmäler“. Einen Scheck über 158 690 Euro aus diesem „Topf“ überreichte der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Johann Wadephul gestern an Propst Matthias Krüger und Pastor Dr. Stefan Holtmann.

Wadephul hat durchaus eine persönliche Beziehung zu der 1700 eingeweihten Kirche am Paradeplatz. Erstmals war er hier 1982 beim Gelöbnisgottesdienst zum Eintritt in die Bundeswehr.

Der Propst zeigte sich stolz, dass durch die Förderung die Christkirche auch nationale Bedeutung erlangt habe und wies auf die hier wahrgenommene „gesamtgesellschaftliche Bedeutung“, zum Beispiel durch das Schleswig-Holstein Musik Festival, hin.

Insgesamt erfordert der „Teil A“ des in drei Segmenten angegangenen dritten Bauabschnitts einen Aufwand von 553 000 Euro. Davon haben der Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde und die Neuwerker Kirchengemeinde zusammen rund 340 000 Euro zur Verfügung gestellt. 20 000 Euro kommen von einer Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler. Bürger aus Rendsburg und Umgebung haben mit Spenden von 35 000 Euro zur Fortführung der insgesamt 2,3 Millionen Euro erfordernden Arbeiten am maroden Dachstuhl beigetragen. „Man sieht, wie viele Menschen hier eingebunden sind“, freute sich Stefan Holtmann.

Auch am südlichen Gebäudeteil wird die alte Dacheindeckung aufgenommen und ersetzt. Schäden, die Schwamm und Risse an Holz und Mauerwerk verursachten, werden beseitigt. Am nördlichen und dem östlichen Flügel, über dem Altar, wird später der dritte Bauabschnitt vollendet. Dann wird mit einem finanziellen Beitrag wahrscheinlich auch der Förderverein zur Erhaltung der Christkirche wieder in Erscheinung treten. Er hatte sich mit 12 500 Euro am kurz vor dem Abschluss stehenden zweiten Bauabschnitt beteiligt, in dessen Mittelpunkt die Turmsanierung steht. Der vor knapp zwei Jahren von 24 Menschen gegründete Verein unter dem Vorsitz von Gudrun Lamich hat mittlerweile 115 Mitglieder.

Parallel zu der „großen“ Maßnahme wurde und wird die auch von Paten getragene Erneuerung beziehungsweise Aufarbeitung von 24 Spitzbogen- und 26 „Ochsenaugenfenstern“ vorgenommen. Wie Pastor Holtmann mitteilte, steht lediglich noch eine Patenschaft für ein Spitzbogenfenster zum Preis von 1500 Euro offen.

Der Seelsorger hofft, dass die Arbeiten planmäßig im Jahr 2015 abgeschlossen werden können. Schließlich werde im Jahr darauf der 300. Geburtstag der zurzeit verhüllten Orgel gefeiert. „Ziel ist, dass sie bis dahin ausgepackt ist.“

Zunächst einmal spielt die Christkirche selbst am „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, dem 8. September, unter der bundesweiten Fragestellung „Jenseits des Guten und Schönen – unbequeme Denkmale?“ eine Hauptrolle. Nach einem um 10 Uhr beginnenden Gottesdienst mit „Bach zum Mitsingen“, in dem Bischof i.R. Dr. Hans Christian Knuth die Predigt hält, findet ein Empfang mit Dank an die Fensterpaten statt. Es folgen eine Kirchen- und Turmführung mit dem Architekten Filip Fröhler und Stefan Holtmann, eine Veranstaltung unter dem Titel „Reformation und Toleranz“ sowie Wort und Musik zur Lutherdekade.

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