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Auf Weltreise : Chinesischer Milliardär knüpft Kontakt zur NordArt

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Einer der reichsten Männer Chinas hat Kontakt zur NordArt aufgenommen. Huang Nabo machte während einer Reise zu 35 Weltkulturstätten in Büdelsdorf Station. Dabei stellte er seinen neuen Gedichtband vor.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2013 | 06:00 Uhr

Dass die NordArt weltweit Beachtung findet, zeigte sich auch am Besuch des chinesischen Unternehmers Huang Nabo. Der 57-jährige Milliardär ist einer der reichsten Männer seines Landes, erfolgreicher Geschäftsmann, freigebiger Unterstützer von Kultur- und Bildungsprojekten, Extrembergsteiger und anerkannter Dichter. Jetzt hat Huang ein auf zehn Jahre angelegtes Projekt ins Leben gerufen, an dem sich auch die Unesco beteiligt. Für die Studie „Faces of Humanity“ (Gesichter der Menschlichkeit) will Huang 160 Länder der Erde bereisen, um dort Weltkulturerbe-Stätten zu besichtigen, aber auch mit den Menschen sprechen, um einen unverfälschten Eindruck von der Vergangenheit und Gegenwart der Länder zu bekommen.

Deutschland bildet den Auftakt dieser gigantischen Weltreise. Auf dem Terminkalender stehen nicht nur die bundesweit 35 Unesco-Stätten, sondern auch ein Besuch der NordArt, deren Kurator Wolfgang Gramm seit vielen Jahren Kontakt zu chinesischen Künstlern pflegt. Auf Empfehlung von befreundeten chinesischen Kunstsammlern sei er zur NordArt gekommen, erklärte Huang Nubo. Wolfgang Gramm und seine Frau, die Künstlerin Inga Aru, führten Huang durch die Ausstellung in den ehemaligen Fabrikhallen der Carlshütte. Vor dem Kunstwerk „Prozession“ von Christa Biederbeck fühlte sich Huang inspiriert, das Gedicht „An die Toten“ aus seinem erstmals ins Deutsche übersetzten Gedichtband „Kakerlaken-Kunde“ vorzutragen. Wolfgang Gramm las die deutsche Version. Seine Gedichte schreibt Huang unter dem Pseudonym Luo Ying.

„Wir haben vereinbart, in Zukunft etwas zusammen zu machen, im Bereich Dichtung oder Kunst“, freute sich Gramm nach dem Besuch Huangs. „Es gibt einige Berührungspunkte.“ Und schon im Oktober wird er sich wieder mit Huang treffen. Da ist Gramm als Jurymitglied einer Skulpturenausstellung in China. Vorher wird Huang Nubo aber den künftigen englischen Thronfolger besuchen. Denn während des NordArt-Rundgangs bekam Zijuan Zatt, die Huangs Europatour organisiert, eine SMS: „Eine Einladung von Prinz William nach London.“

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