Chemikalien-Unfall im Tunnel – als Übung

Übung in der Oströhre: Der Löschzug Gefahrgut des Kreises brachte seine Fahrzeuge an der Nordseite in Stellung.
Übung in der Oströhre: Der Löschzug Gefahrgut des Kreises brachte seine Fahrzeuge an der Nordseite in Stellung.

shz.de von
18. August 2015, 14:48 Uhr

Einsätze im Kanaltunnel stellen die Rettungskräfte vor besondere Herausforderungen. Wenn es dabei um Unfälle mit Chemikalien geht, wird der Löschzugs Gefahrgut des Kreises Rendsburg-Eckernförde alarmiert. Am Montagabend übten die Spezialisten den Einsatz in der Oströhre. Aufgabe war es, Fässer mit Chemikalien unbekannter Art aus dem Tunnel zu bergen. „Eine Schwierigkeit dabei war die lange Wegstrecke bis zur Tunnelmitte“, erklärte Lars Wichmann, Leiter des Löschzugs. Denn die Einsatzkräfte tragen schwer an ihren Chemikalienschutzanzügen und Atemgeräten. Zu Fuß sind lange Strecken nicht zu bewältigen. Große Fahrzeuge sind nicht geeignet, weil die An- und Abfahrt zur Einsatzstelle nur in eine Richtung möglich ist.

Ein zweiter Schwerpunkt der Übung, an der 35 Kameraden teilnahmen, lag auf dem Funkverkehr. „Der ist im Tunnel wie erwartet schwierig“, machte Wichmann deutlich.

Insgesamt zweieinhalb Stunden dauerte die Übung, auf die hunderte Autofahrer im Vorbeifahren aufmerksam wurden. Dazu gehörten auch Erläuterungen über die technischen Besonderheiten des Kanaltunnels durch einen Sicherheitsbeauftragten des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau.





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