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CDU verliert die absolute Mehrheit in Hohenwestedt

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Holger Bütecke kandidiert erneut für das Bürgermeisteramt / FDP schließt Koalition aus / SPD "zufrieden"

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hohenwestedt | Die CDU ist zwar nach wie vor die stärkste Partei in Hohenwestedt, hat bei der Gemeindewahl allerdings die absolute Mehrheit verloren. 4,6 Prozent weniger als vor fünf Jahren, nämlich 45,5 Prozent konnte die Union für sich verbuchen. Mit 17,7 Prozent legt die FDP vergleichsweise ein gutes Ergebnis hin, büßt aber im Vergleich zur Wahl 2008 zwei Prozent ein. Wahlgewinner ist in Hohenwestedt die SPD, die ihr Ergebnis um 6,6 auf nun 36,8 Prozent aufstocken kann.

Die CDU erobert acht Sitze im neuen Gemeindeparlament, die SPD sechs und die FDP drei.

CDU-Bürgermeister Holger Bütecke wird erneut um den Chefposten antreten. Bütecke: Die CDU hat zwar keine absolute Mehrheit mehr, was wir bedauern. Aber, wie in der Vergangenheit, werden wir weiterhin mit allen Fraktionen zusammenarbeiten. Für das Wohl der Gemeinde werden wir an einem Strang ziehen und handlungsfähig bleiben. Sehr bedauerlich ist aus unserer Sicht, dass die Wahlbeteiligung auch in Hohenwestedt rückläufig ist".

Zufrieden ist die SPD mit dem Wahlergebnis, sagte Ortsvereinschef Udo Ahlf. "Unser Ziel war es, die absolute Mehrheit der CDU zu brechen, und dieses Ziel haben wir erreicht. Unsere sechs Sitze in der Gemeindevertretung haben wir behalten, obwohl das Gemeindeparlament um zwei Sitze verkleinert wurde. Außerdem freuen wir uns sehr darüber, dass unsere Gemeindevertreterin Iris Ploog auch den Sprung in den Kreistag geschafft hat". Zurzeit wird bei den Sozialdemokraten überlegt, ob die SPD einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufstellen will.

FDP-Ortsverbandschef Jan Butenschön sagte zum Ausgang der Wahl: "Die FDP Hohenwestedt freut sich sehr über die 17,7 Prozent der Stimmen in Hohenwestedt. Durch dieses tolle Ergebnis steht die FDP so gut wie nie zuvor da. Trotz kleinerer Gemeindevertretung können wir weiterhin drei Gemeindevertreter stellen und haben zukünftig auch einen zweiten Vertreter in den Fachausschüssen. Das gab es so weit ich denken kann noch nie. Auch freut uns, dass es gelungen ist, die absolute Mehrheit einer Fraktion in Hohenwestedt zu verhindern.

Wir werden keine feste Koalition eingehen, sondern wieder vermehrt an den Sachfragen entscheiden. Die jetzige Situation wird die traditionell eigentlich gute Zusammenarbeit der Fraktionen in Hohenwestedt sicherlich wieder stärken."

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