Fall aus Rendsburg : CDU bringt Streit um Bauwagen für Waldkindergärten in den Landtag

Spielzeug, Lebensmittel, Getränke: Für die nötigsten Dinge, die die Waldkinder im Gerhardshain benötigen, steht Betreuerinnen und Eltern nur ein Bollerwagen zur Verfügung.
Spielzeug, Lebensmittel, Getränke: Für die nötigsten Dinge, die die Waldkinder im Gerhardshain benötigen, steht Betreuerinnen und Eltern nur ein Bollerwagen zur Verfügung.

Die Stadt hatte eine Schutzhütte aufgrund von Landesvorschriften abgelehnt. Die CDU fordert eine dauerhafte Erlaubnis.

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01. Februar 2017, 14:30 Uhr

Kiel | Dürfen Waldkindergärten Bauwagen und Schutzhütten aufstellen? Darüber soll auf Antrag der CDU-Fraktion vom Mittwoch in der Februar-Sitzung im Kieler Landtag debattiert werden. Die CDU-Fraktion fordert die Landesregierung auf, den Betrieb von Waldkindergärten inklusive der Errichtung der erforderlichen baulichen Anlagen zu ermöglichen.

Hintergrund ist ein Fall aus Rendsburg. Die Stadt hatte entschieden, dem Waldkindergarten „Die Tummetotts“ und seinen derzeit 16 Waldkindern eine Schutzhütte zu verweigern. Die Stadt begründet ihre Ablehnung mit Landesvorschriften. Im Bauausschuss der Stadt pochte die CDU bereits am Dienstag auf eine schnelle Zwischenlösung.

Günther warf der Regierung vor, die Probleme zu ignorieren, bis der öffentliche Druck zu groß werde. Einmal mehr verstecke sich in der Albig-Regierung ein Ministerium hinter dem anderen, sagte der CDU-Politiker: Für Kindergärten sei das Sozialministerium zuständig, für Bauanträge das Innenministerium und für den Wald das Umweltministerium. „In diesem Bermudadreieck sind die Waldkindergärten allein gelassen worden. Niemand in der Landesregierung hat sich darum gekümmert“, erklärte Günther.

Er forderte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) auf, einem Ministerium die Federführung zu übergeben. „Schluss mit den Ausreden, anpacken statt rumschnacken.“

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