Stadtverkehr : Busse sollen pünktlicher werden

Dieser Bus der Linie 10 kommt aus Büdelsdorf und fährt unter der Eisenbahnbrücke nach Rendsburg.
Dieser Bus der Linie 10 kommt aus Büdelsdorf und fährt unter der Eisenbahnbrücke nach Rendsburg.

Transdev stellt Fahrplan um: In den Außenbezirken wird eine Minute gespart, um mehr Zeit in der Innenstadt zu haben.

23-78030740_23-115712672_1574691082.JPG von
19. Dezember 2017, 12:13 Uhr

Seit dieser Woche gilt in Rendsburg ein neuer Busfahrplan. „Mit den angepassten Abfahrtszeiten und der leicht veränderten Linienführung der Linie 15 wollen wir die Pünktlichkeit verbessern und unseren Fahrgästen noch bessere Umsteigemöglichkeiten am Rendsburger ZOB bieten“, sagt Jan Cyrullies, Geschäftsführer der Transdev Nord GmbH, in einer gemeinsamen Pressemitteilung seines Unternehmens und des Kreises Rendsburg-Eckernförde.

Wie berichtet, vergab der Kreis den Stadtbusverkehr zum 1. Januar 2017 an die Berliner Transdev-Gruppe, die in Rendsburg als Norddeutsche Verkehrsbetriebe (NVB) auftritt. Kunden hatten sich immer wieder über den Service beklagt. Sie bemängelten zeitweise die Freundlichkeit einzelner Fahrer, aber auch die Pünktlichkeit. Mitte des Jahres legte der Konzern eine Statistik vor. Demnach verspäteten sich im ersten Halbjahr 2017 etwa 0,2 Prozent der Busse um mehr als 20 Minuten. Wie eine Befragung von Fahrgästen durch die Landeszeitung zeigt, verloren sie vor allem auf dem Weg zum Bahnhof wertvolle Minuten.

An dieser Stelle setzt der neue Fahrplan an. Er rechnet damit, dass die Fahrer in den Außenbezirken gut durch den Verkehr kommen und dort eine Minute sparen können, die ihnen im Innenstadtverkehr zugestanden wird. Die Fahrzeit soll sich dadurch insgesamt aber nicht verkürzen.

So sollen die Linien 5 bis 7 zur selben Uhrzeit wie gehabt im Stadtteil Schleife an der Haltestelle Hochfeld starten. Sie sollen aber anschließend bei der Station An der Hochbrücke eine Minute früher abfahren und damit auch an der Kollunder Straße und der Kaiserstraße. Für den Weg von der Kaiserstraße zum Kreishaus bleibt ihnen damit jetzt eine ganze Minute. Bisher sah der Fahrplan für diesen Abschnitt weniger vor: Es waren für beide Stationen dieselben Abfahrtzeiten eingetragen.

Ähnliches gilt für den Busverkehr aus Norden und Osten zum ZOB: Die Linien 5 bis 7 aus Mastbrook sowie 10 bis 12 aus Büdelsdorf sollen die Haltestelle Gerhardstraße eine Minute früher als nach altem Fahrplan erreichen. Dadurch bleiben ihnen zwei Minuten, um am Thormannplatz abzubiegen und auf der Tangente den ZOB zu erreichen – die doppelte Zeit als bisher.

Die Fahrer der Linien 1 bis 3 sollen den Weg von Fockbek in die Stadt möglichst so schnell zurücklegen, dass sie an der Haltestelle Gardinger Straße an der Fockbeker Chaussee eine Minute früher als bisher ankommen. Die gewonnene Zeit können sie dann auf dem vielbefahrenen Rest der Strecke bis zum ZOB verbrauchen.

In der Parksiedlung profitieren die Bewohner der Seniorenwohnanlage an der Ernst-Barlach-Straße von der Neuregelung der Linien 1 bis 3. Die Busfahrer sollen an der Fähre Nobiskrug zur selben Uhrzeit wie bisher starten, bis zur Station Altenheim aber an jeder Haltestelle eine Minute früher abfahren. Diese Zeit kommt ihnen nicht nur im Innenstadtverkehr zugute, sondern auch für den Fall, dass Senioren beim Einsteigen länger brauchen.

Auf die größte Umstellung müssen sich die Fahrgäste der Linie 15 einstellen, die vom ZOB zum Eiderpark führt. Der Kreis und die NVB änderten den Streckenverlauf. Die Linie 15 fährt dadurch nicht mehr die Haltestellen Rotenhof, Ostlandhaus und Friedrichstädter Straße an. Zunächst führt sie wie gehabt zum Grünen Kranz und zum Seniorenheim „Neue Heimat“. Der Bus fährt aber nicht mehr Richtung Norden auf der Schleswiger Chaussee zum Ostlandhaus und zur Haltestelle Friedrichstädter Straße. Stattdessen nimmt er eine südliche Schleife vorbei am Hagebaumarkt und über die Bundesstraße 77, um auf der Büsumer Straße nach Norden bis zum Ortsausgang und über die Schleswiger Chaussee sowie die Friedrichstädter Straße zum Eiderpark zu kommen. Von dort aus geht es am Hagebaumarkt vorbei durch Rotenhof und über den Grünen Kranz zurück in die Innenstadt. Die Linie 15 spart durch die Änderung auf der gesamten Strecke sechs Minuten.

Auf Anfrage der Landeszeitung betonen die NVB, dass der Kreis die Streichung von Haltestellen auf der Linie 15 bestellte. Diese würden aber weiterhin von den Linien 5 bis 7 bedient. Außerdem gebe es jeweils im Umkreis von 150 Metern weitere Haltestellen, „sodass sich die Fußwege der Fahrgäste nicht wesentlich verlängern werden.“ Malte Nevermann, zuständiger Mitarbeiter der Kreisverwaltung für den Öffentlichen Personennahverkehr, kündigt weitere Veränderungen an: „Die Maßnahmen zum Fahrplanwechsel stellen für uns einen ersten Schritt zur sukzessiven Weiterentwicklung des Stadtverkehrs im Wirtschaftsraum Rendsburg dar.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen