Busfahrer am ZOB: „Hier ist die Hölle los!“

Krolow
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16. Juli 2014, 14:25 Uhr

Die Reaktionen der Betroffenen auf die aktuellen Verkehrsbehinderungen sind vielfältig – von Wut bis Gelassenheit ist alles dabei. Zu den Entspannten gehört Taxifahrer Bertin Ohrt: „Irgendwo ist immer Stau. Da darf man sich nicht drüber ärgern.“ Er stand gestern zweimal im stockenden Verkehr, war aber jeweils nach zehn Minuten wieder draußen. Ärgerlich sei es natürlich für seine Kunden, schließlich steige für sie der Preis, wenn die Fahrt länger dauere.

„Da muss sich was ändern, das ist schlimm“, ist die Meinung von Werner Bauer zur Verkehrssituation. Er arbeitet ehrenamtlich bei der Pflege Lebensnah an der Marienkirche und hatte von dort aus den Verkehr auf der Eisenbahnstraße im Blick: „Es sind deutlich mehr Laster als sonst unterwegs. Teilweise standen die schon bis zur Feuerwache.“

„Das ist mehr als nervig“, kommentierte Jörg Krolow aus Osterrönfeld. Er stand auf dem Weg nach Rendsburg eine halbe Stunde im Stau. „Gott sei Dank habe ich mit der Sperrung morgen nichts mehr am Hut.“

Im Imbiss am ZOB arbeitet Bruni Schrader. „Das ist schon den ganzen Tag so schlimm“, sagte sie mit Blick auf den zähfließenden Verkehr. Bei ihr machte Busfahrer Mirko Halbrecht Pause. „Hier ist die Hölle los“, war seine Einschätzung. Er habe mit seiner Tour zwar Glück gehabt, aber den Kollegen falle es häufig schwer, die Zeiten einzuhalten. Deren Pausen fielen gestern entsprechend kurz aus. Schrader: „Heute nehmen die alle nur Coffee to go.“

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