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Bus-Verkehr ohne Zuschüsse nicht möglich

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kreis fördert Linien weiterhin / Ausschreibung wird fortgesetzt

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2015 | 12:34 Uhr

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde kommt nicht umhin, den Stadtverkehr Rendsburg weiterhin zu bezuschussen. Das hat der erste Teil der europaweiten Ausschreibung der Linien ergeben. Demnach hat es zwar Interessenten gegeben, aber keines der Bus-Unternehmen hat alle Kriterien erfüllt. Der Regionalentwicklungsausschuss berät heute über das Vorgehen, denn damit ist klar, dass die Ausschreibung in eine weitere Runde gehen muss. Dazu hat die SPD-Fraktion bereits einige Forderungen gestellt.

Bisher bedienen die Unternehmen Timm Heinrich Sievers aus Rendsburg und Graf Recke aus Schacht-Audorf die Buslinien zwischen Nübbel und Rickert, Fockbek und Schleife, Schülp und Osterrönfeld, Schacht-Audorf und Westerrönfeld sowie Mastbrook, Rendsburg und Büdelsdorf. Im vergangenen Jahr war jedoch klar geworden, dass die Linien aufgrund geänderter EU-Vorgaben neu ausgeschrieben werden müssen (wir berichteten). Fortan dürfen die Verträge nur noch auf zehn Jahre abgeschlossen werden. Die Vorabbekanntmachung der Ausschreibung Anfang dieses Jahres hat das Interesse mehrerer Bus-Unternehmen geweckt. Vorausgesetzt war, dass die Strecken ohne öffentliche Zuschüsse betrieben werden sollten. Das konnte kein Unternehmen leisten. Deshalb folgt ab Januar 2016 die eigentliche Ausschreibung, in der die Firmen von vornherein mit der Beteiligung des Kreises rechnen können. Derzeit wird der Stadtverkehr mit gut 1,8 Millionen Euro jährlich gefördert.

Für die Ausschreibung hat die SPD-Kreistagsfraktion einige Forderungen in einem Antrag gestellt. Unter anderem will sie im Kernnetz vor allem abends mehr Busse einsetzen. Auch die umliegenden Gemeinden sollen an den Wochenenden besser erreichbar sein. Zudem sollen Borgstedt und der Bahnhaltepunkt Schülldorf sowie die Fähre Nobiskrug auf Schacht-Audorfer Kanalseite in den Fahrplan aufgenommen werden. Busse und Haltestellen sollen für Behinderte besser nutzbar sein. Zudem fordern die Sozialdemokraten, dass die bisherigen Mitarbeiter übernommen und nach Tarif bezahlt werden sowie dass die Lenkzeitverordnung strikt eingehalten wird. Das will die CDU mit einem eigenen Antrag sogar mit Geräten in den Bussen überprüfen lassen.

Welche der Forderungen sich noch durchsetzen lassen, muss laut Dr. Martin Kruse, Fachbereichsleiter Regionalentwicklung, „sehr genau geprüft“ werden. „Wir wollen uns nicht auf dünnes Eis begeben“, sagte er zur Landeszeitung. Denn es sei nicht möglich, in einigen Punkten von der Vorabbekanntmachung abzuweichen. Ausschussvorsitzender Tim Albrecht (CDU) glaubt zum Beispiel nicht, dass der von der SPD geforderte Ausschluss der Unterauftragsvergabe möglich ist. Der Ausschuss tagt heute ab 17 Uhr bei der Autokraft GmbH an der Bunsenstraße 2 in Kiel.

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