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Landeszeitung

22. August 2017 | 09:42 Uhr

Bürgermeister setzt ein Zeichen

vom

Verzicht auf die Hälfte des Gehalts / Neuregelung der Entschädigungssatzung präsentiert

NINDORF | "Ich mach das Amt des Bürgermeisters ja nicht, um damit Geld zu verdienen", sagte Jens Rohwer, als er in der Gemeindevertretersitzung im "Dörpshuus" eine selbst ausgearbeitete Neuregelung der gemeindlichen Entschädigungssatzung präsentierte. In der konstituierenden Sitzung des Nindorfer Gemeinderats hatte der neue Bürgermeister Jens Rohwer nach seiner Wahl verkündet, dass man die kommunalpolitischen Aufgaben ab sofort in Teamarbeit angehen wolle. "Wir verteilen die Arbeit auf viele Schultern, so dass die Ausschussvorsitzenden mehr Kompetenzen bekommen", stellte Rohwer nun im "Dörpshuus" fest, "da bin ich der Meinung, dass es nicht fair wäre, wenn der Bürgermeister das ganze Gehalt kriegt."

Bislang wurde das Amt des Bürgermeisters in Nindorf mit monatlich 524 Euro entlohnt, und die Gemeindevertreter erhielten 28 Euro pro Monat. Rohwer will sich in Zukunft mit genau der Hälfte der bisherigen Bürgermeister-Pauschale (also 262 Euro pro Monat) begnügen, und die 50 Prozent seines Gehalts, auf die er verzichtet, sollen auf fünf Gemeindevertreter verteilt werden: auf den 1. stellvertretenden Bürgermeister Raimer Gerdt (zehn Prozent des ursprünglichen Bürgermeisterhonorars), den 2. Stellvertreter Jens Michaelis (zehn Prozent), den Bau- und Wegeausschussvorsitzenden Sönke Gerdt (zehn Prozent), den Chef des Kultur- und Sozialausschusses Reimer Ehlers (zehn Prozent) und den Finanzausschussvorsitzenden Hans-Hermann Ohrt (fünf Prozent).

Fünf Prozent des jährlichen Bürgermeisterlohns (314,40 Euro) fallen auf diese Weise weg, und durch die ebenfalls von Rohwer vorgeschlagene Umstellung der Gemeindevertreterentlohnung auf Sitzungsgelder (31 Euro pro Sitzung) ergibt sich eine weitere Einsparung von 389 Euro. Insgesamt sind es also 703,40 Euro, die jährlich eingespart werden.

Die vom Bürgermeister konzipierte Neufassung der Entschädigungssatzung soll nun von der Verwaltung so vorbereitet werden, dass sie der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 1. Oktober beschließen kann. "Damit wollen wir ein Zeichen setzen, dass das hier kein Selbstbedienungsladen ist", vermerkte Jens Rohwer.

In seinen Mitteilungen hatte der Bürgermeister unter anderem bekannt gegeben, dass auf der Spurbahn vom Osterröschweg zur Kreisstraße 84 eine Begrenzung auf 3,5 Tonnen eingeführt wird. Das Leitungsnetz für die Straßenbeleuchtung erhält einen zusätzlichen Schaltkreis, um die Fehlersuche zu beschleunigen, und der neue Parkplatz am Dörpshuus, der von April bis Mitte Juni errichtet wurde, soll in drei bis vier Wochen mit Laternen ausgestattet werden.

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erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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