Redderhus-Krog : Bürgerhaus statt Gaststätte?

Marita Baade und Klaus Koll.
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Marita Baade und Klaus Koll.

Gemeinde Holzbunge arbeitet an Benutzungs- und Gebührensatzung für den Redderhus-Krog.

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12. April 2013, 08:48 Uhr

Holzbunge | "Wie geht es weiter mit dem Redderhus-Krog?" Mit dieser Frage beschäftigte sich der Gemeindeausschuss am Dienstagabend im Saal des Redderhus-Krogs. "Wir hatten immer Pech mit der Verpachtung der Gaststätte", stellte die Ausschussvorsitzende Marita Baade fest. Die Gemeinde sei mit fast jedem Pachtverhältnis im Minus gelandet. "Das war nichts Halbes und nichts Ganzes."

Im vergangenen Herbst hat auch der letzte Pächter aufgegeben. Deshalb wird jetzt die Nutzung der Räumlichkeiten als Bürgerhaus diskutiert. Die Vermietung der Räume für Feiern und Veranstaltungen soll in einer Benutzungs- und Gebührensatzung geregelt werden. Bereits in den vergangenen Monaten wurden der Saal, die Gaststube, der Clubraum und die Küche des "Redderhus-Krogs" vermietet. "Das hat bisher gut geklappt", stellte Bürgermeister Klaus Koll fest. Der Entwurf einer neuen Gebührenordnung wurde in der Sitzung vorgestellt. Von Ausschussmitgliedern und von anwesenden Einwohnern wurde kritisiert, dass die Mietpreise zu niedrig angesetzt seien. Der Gemeindeausschuss beschloss, sich in einer Arbeitssitzung in zwei Wochen erneut damit zu beschäftigen. Die Gemeindevertretung soll danach die entsprechende Gebührensatzung beraten und beschließen.

Falls sich in Zukunft ein Pachtinteressent meldet, der ein seriöses Konzept vorlegt, wird sich die Gemeinde wieder mit der Möglichkeit einer Verpachtung beschäftigen. "Wichtig ist, dass hier Leben ist", betonte Koll. Der "Redderhus-Krog" werde für die Gemeinde nie eine Gewinnquelle werden, meinte Koll, aber man könne versuchen, einen Teil der Kosten durch eine Vermietung zu decken.

Das Redderhus verursacht der Gemeinde nach Kolls Angaben monatliche Festkosten von 2100 Euro. Zurzeit ist in dem Gebäude auch die Tourist Information mietfrei untergebracht. Diese vertragliche Vereinbarung laufe zum Ende des Jahres aus, sagte Koll. Dann müsse man neu verhandeln.

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