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Rendsburg : Bürger kritisieren kürzere Öffnungszeiten für das Freibad

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

„Das Freibad muss erhalten werden“, machte Bürgermeister Pierre Gilgenast zu Beginn der Bürgerinformationsveranstaltung deutlich. Knapp 50 Interessierte waren dazu gestern in das Hohe Arsenal gekommen.

„Das Freibad muss erhalten werden“, machte Bürgermeister Pierre Gilgenast zu Beginn der Bürgerinformationsveranstaltung deutlich. Knapp 50 Interessierte waren dazu gestern in das Hohe Arsenal gekommen. Die Unternehmensberatung Altenburg hatte ein Gutachten zum Schwimmzentrum und Lösungsvorschläge erarbeitet und dem Senat vergangene Woche vorgestellt (wir berichteten). Bevor Politik und Verwaltung über die Zukunft des Schwimmbades entscheiden, soll die Öffentlichkeit beteiligt werden.

Gilgenast sprach sich eindeutig für einen Erhalt des Freibads aus. Ein Bad mit 50 000 bis 56 000 Besuchern in der Saison dürfe man nicht schließen. „Wir müssen die Stadt attraktiv erhalten, wenn wir junge Familien anziehen wollen“, betonte er. Allerdings müsse die Stadt Wege suche, das Defizit zu senken. Laut Gutachten würde dieses im Jahr 2018 insgesamt 2,7 Millionen Euro betragen. Marco Steinert-Lieschied von der Unternehmensberatung Altenburg stellte das Gutachten und die Lösungsvorschläge vor. Dabei spielte die Verringerung der Öffnungszeiten von derzeit 90 Stunden in der Woche auf 71,5 Stunden eine entscheidende Rolle. Damit könne ein sechsstelliger Betrag im Jahr eingespart werden, ohne entscheidend an Besucher zu verlieren. Mit diesem Vorschlag stieß er auf Kritik von mehreren Seiten. „Wenn Kinder schwimmen lernen sollen, darf es keine Kürzungen bei den Öffnungszeiten geben“, forderte Ute Landt von dem Verein „Pro Freibad“. Kritik in diese Richtung kam auch von Stefan Neuhardt, Kreisvorsitzender der DLRG Rendsburg. Die Zeiten, die seinem und anderer Vereinen in Zukunft zur Verfügung stünden, machten keine qualifizierten Unterricht möglich. Einerseits lägen sie teilweise in den Arbeitszeiten der Schwimmlehrer, teilweise seien Übungsstunden nur so spät möglich, dass Kinder und Jugendliche nicht daran teilnehmen könnten.

Ingrid Hintz, stellvertretende Schulleiterin des Gymnasiums Kronwerk, forderte, dass Änderungen an den Öffnungszeiten nicht zu einer Verschlechterung des schulischen Schwimmunterrichts führen dürften.

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