Ärger um neue Straße : Bürger in Angst vor Schwerlastverkehr im Wohngebiet

Wollen keine Straße vom Kreisel in das Gewerbegebiet: Anwohner des Wohngebiets Aspel-Nord.
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Wollen keine Straße vom Kreisel in das Gewerbegebiet: Anwohner des Wohngebiets Aspel-Nord.

Anwohner aus dem Baugebiet Aspel-Nord sind gegen den geplanten Verlauf einer neuen Straße. Sie haben Angst um die Sicherheit ihrer Familien. Der Bürgermeister widerspricht der Kritik am Bau.

shz.de von
08. Juni 2014, 11:00 Uhr

Lange Zeit dümpelte das interkommunale Gewerbegebiet südlich der Bundesstraße 202 vor sich hin. Durch den Schwerlasthafen Rendsburg Port und zusätzlich durch das Unternehmen Max Bögl, das demnächst die Produktion von Windkrafttürmen nördlich der Straße „Am Kamp“ aufnimmt, rückt das Gewerbegebiet südlich der B 202 nun aber in den Fokus.

Als erste Verbindung vom Hafenbereich in das südliche Gewerbegebiet ist im vergangenen September ein Teil der Karl-von-Drais-Straße fertig gestellt worden. Im diesem Jahr soll die Marie-Curie-Straße als Gemeindeverbindungsstraße von dem Kreisverkehr Aspel-Nord parallel zur B 202 durch das Gewerbegebiet bis zur neuen Anschlussstelle gebaut werden.

Doch dagegen laufen jetzt Bewohner aus dem Baugebiet Aspel-Nord Sturm. Sie befürchten Belästigungen und Gefahren durch den Schwerlastverkehr. „Und wenn sich jemand verfährt, dann landet er mitten in unserem Wohngebiet oder auf dem Schulweg unserer Kinder“, machte Markus Lutz seine Befürchtungen deutlich. Er fühle sich bedroht, betonte Martin Horz. „Wir bekommen starken Lkw-Verkehr rund um die Uhr.“

Dem allerdings widersprach Osterrönfelds Bürgermeister Bernd Sienknecht energisch. Auf Anfrage der Landeszeitung sagte er, dass durch bauliche Anlagen wie eine Höhenbegrenzung sowie durch verkehrsrechtliche Maßnahmen kein Schwerlastverkehr über den Kreisel führen werde. „Die Angst der Anwohner ist unbegründet“, versicherte Sienknecht.

Die Marie-Curie-Straße parallel zur Bundesstraße 202 werde gebaut, um den Bewohnern von Aspel-Nord eine vernünftige Anbindung zur neuen Anschlussstelle zu bieten, sagte Sienknecht. „Das ist ausdrücklich gewünscht worden, nur ein Teil der Anwohner ist dagegen.“ Die bisherigen Zu- und Abfahrten im Bereich des Kreisels, die teilweise schon geschlossen sind, werden zurück gebaut. Das sieht die Kreuzungsvereinbarung mit dem Bund vor, die vor dem Bau der neuen Anschlussstelle „Kamp“ geschlossen wurde.

Diese Anbindung werde nicht benötigt, sie verursache nur Kosten, meinten die Kritiker aus dem Wohngebiet. „Alle sprechen von der Schuldenbremse, aber unsere Kommunalpolitiker nicht.“

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