Vertrag : Bündnis für die Begleitung in den letzten Stunden

Stellen die Zusammenarbeit in einem neuen Flyer vor: Hans-Markus Johannsen, Geschäftsführer der Imland-Kliniken, Michael Busch (Ambulanter Hospizdienst Rendsburg), Barbara Pohl (Häusliche Hospiz Büdelsdorf), Jutta Popp (Ambulanter Hospizdienst Rendsburg), Jill Bachmann, stellvertretende Pflegedirektorin der Imland-Kliniken, Kirsten Meisner, (Ambulanter Hospizdienst Rendsburg) und Ursula Bruhn-Rath (Hospiz-Initiative Eckernförde, von links).
Stellen die Zusammenarbeit in einem neuen Flyer vor: Hans-Markus Johannsen, Geschäftsführer der Imland-Kliniken, Michael Busch (Ambulanter Hospizdienst Rendsburg), Barbara Pohl (Häusliche Hospiz Büdelsdorf), Jutta Popp (Ambulanter Hospizdienst Rendsburg), Jill Bachmann, stellvertretende Pflegedirektorin der Imland-Kliniken, Kirsten Meisner, (Ambulanter Hospizdienst Rendsburg) und Ursula Bruhn-Rath (Hospiz-Initiative Eckernförde, von links).

Imland-Klinik kooperiert mit ambulanten Hospizdiensten in Rendsburg, Büdelsdorf und Eckernförde

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15. Februar 2018, 11:40 Uhr

Nicht jeder Mensch stirbt in den eigenen vier Wänden. Manch einer erlebt seine letzten Tage im Krankenhaus. In diesem fremden Umfeld können geschulte Betreuer den Betroffenen und ihren Angehörigen zu einer wertvollen Stütze werden.

In den Imland-Kliniken Rendsburg und Eckernförde kamen ehrenamtliche Mitarbeiter von Hospizdiensten bisher jedoch nur selten zum Einsatz. So betreute der Ambulante Hospizdienst Rendsburg im vergangenen Jahr drei Sterbende in Rendsburg und zwei am Standort Eckernförde. „Es gibt den Bedarf im Krankenhaus“, betonte die stellvertretende Pflegedirektorin Jill Bachmann bei einem Pressegespräch. Aufgrund der strengen Vorgaben zum Schutzes von Patientendaten herrschte aber eine Unsicherheit, ob Pflegekräfte den Hospizdienst rufen dürfen.

Ein neuer Kooperationsvertrag räumt diese Unklarheit aus. Die Imland-Kliniken in Rendsburg und Eckernförde schlossen ihn zum Jahresbeginn mit dem Ambulanten Hospizdienst Rendsburg, dem Verein Häusliche Hospiz Büdelsdorf sowie der Hospiz-Initiative Eckernförde. „Der Vertrag bietet eine sichere Rechtsgrundlage zum Austausch von Patientendaten“, sagte Geschäftsführer Hans-Markus Johannsen. Der Patient unterschreibt eine Einwilligungserklärung und erlaubt damit den Pflegern, einen Kontakt zu einem Hospizdienst herzustellen und die Ehrenamtlichen über sein Befinden zu informieren. Darüber hinaus unterstützen die Kliniken die Hospizarbeit, indem sie die Sterbebegleiter in der Cafeteria kostenlos bewirten. Johannsen: „Wir fördern das Engagement gern und bewusst. Es ist eine Entlastung für die Mitarbeiter und für die Angehörigen noch viel mehr.“

Die Ehrenamtlichen besuchen die Sterbenden je nach Bedarf. „Wir wollen nicht die Angehörigen ersetzen, sondern zusätzlich kommen“, erläuterte Michael Busch vom Ambulanten Hospizdienst Rendsburg. Die Begleiter übernehmen zum Beispiel Sitzwachen. „Da ist jemand, der Ruhe und Sicherheit vermitteln kann oder für Gespräche da ist.“

Die Familien müssen für das Angebot nichts bezahlen. Die Dienste finanzieren sich durch Spenden und Zuschüsse der Krankenkassen.

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