zur Navigation springen

Fussball-Verbandsliga : Büdelsdorfer TSV: Eine Mannschaft – fünf Monate – vier Trainer

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Hinter dem Fußball-Verbandsligisten liegt eine turbulente erste Saisonhälfte.

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2014 | 06:29 Uhr

In der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost ruht, ebenso wie in allen anderen Amateurklassen des Landes, der Spielbetrieb bis Anfang März diesen Jahres. Hinter dem Büdelsdorfer TSV liegen turbulente Monate, in denen es selten zufriedene Gesichter gab.

Die Saison hatte noch gar nicht begonnen, da entschied sich Michael Rohwedder aufgrund von unüberbrückbaren Differenzen mit einigen Spielern seinen Trainerposten zu räumen. Büdelsdorfs ehemaliger Ligaobmann Frank Kock und der bisherige Co-Trainer Dennis Schwarz übernahmen die sportliche Leitung. Fußball-Abteilungsleiter Rolf Bannas stellte schon zu diesem Zeitpunkt unmissverständlich klar: „Die Spieler sind nach diesem nicht eingeplanten Wechsel auf der Kommandobrücke in der Pflicht.“ Die Mannschaft schien diese erfüllen zu wollen, obwohl die Auftaktbegegnung beim Eckernförder SV verloren ging (0:2). Der überzeugende 4:1-Erfolg über den TSV Klausdorf zeigte dann aber deutlich, dass die Truppe des neuen Trainerduos konkurrenzfähig sein würde. Nach einer ausgeglichenen Bilanz mit vier Siegen und vier Niederlagen deutete im September absolut nichts darauf hin, dass der BTSV bis zur Winterpause noch gefährlich nahe an die Abstiegsränge heranrücken würde. Umso überraschender war in dieser Phase daher die Entscheidung von Frank Kock, ohne genaue Einzelheiten nennen zu wollen, von sich aus das Handtuch zu werfen und von seinem Amt zurückzutreten. Man musste sich also erneut auf Trainersuche begeben. Da der Markt während der laufenden Serie zwangsläufig nicht viel hergab, fiel die Wahl auf Henning Hardt, dem Coach der erfolgreichen A-Junioren. Es gab innerhalb des Teams ohnehin viele, die Hardt schon zu Beginn der Saison gerne auf dem Chefposten gesehen hätten. Mit der Doppelbelastung tat er sich letztlich aber keinen Gefallen, denn die Liga-Mannschaft verstand es nicht, mit guten Ergebnissen für ein längerfristiges Engagement zu werben. Im Gegenteil, nach einer punktlosen Serie von fünf Partien in Folge, darunter ein 0:1 gegen den TSV Plön und ein 2:4 beim abgeschlagenen Tabellenletzten Suchsdorfer SV, streckte auch Hardt, zusammen mit Schwarz, resigniert die Waffen.

Unterm Strich waren es im Herbst insgesamt sieben Niederlagen, die den BTSV immer tiefer in den Tabellenkeller zogen. Auf den vierten Coach innerhalb eines halben Jahres, Adrian Königsmann, wartete deshalb eine schwierige Mission. „Es galt die verunsicherte Mannschaft wieder aufzurichten. Dazu waren viele Einzelgespräche nötig, um die Ursachen für die Misere zu ergründen“, nannte er seine vorrangige Aufgabe. Offensichtlich fand er die richtigen Worte, denn ausgerechnet beim Tabellenführer TSV Klausdorf holte man sich mit dem in dieser Phase fast schon sensationell anmutenden 3:1-Erfolg längst verloren gegangenes Selbstvertrauen zurück. Dass neue Besen allerdings nicht automatisch und dauerhaft gut kehren, zeigten die beiden Spiele zum Abschluss der Hinrunde. Zwar hatte man den ESV beim ersten Remis dieser Saison (1:1) am Rande einer Niederlage, doch die deutliche 1:4-Pleite beim Preetzer TSV II erinnerte wieder an überwunden geglaubte schlechtere Zeiten.

Für Königsmann, der es verstand, seine Truppe insgesamt wieder in ruhigeres Fahrwasser zu führen, geht der Blick aber zielgerichtet nach vorne: „Wir müssen uns unbedingt im Defensivbereich stabilisieren, denn 43 Gegentreffer bedeuten den zweitschlechtesten Wert der Liga und sind eindeutig zu viel. Gelingt uns hier eine Verbesserung, werden wir im Frühjahr den Klassenerhalt schaffen“, ist Königsmann überzeugt.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen