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Büdelsdorf sucht nach Räumen für immer mehr Asylbewerber

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wo können wir Flüchtlinge und Asylbewerber unterbringen? Wie können diese Menschen betreut werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Ordnung, Senioren und Soziales der Stadt Büdelsdorf.

Peter Schwedt, Leiter des Bürger- und Sozialbüros, erklärte den Ausschussmitgliedern die aktuelle Situation: In diesem Jahr habe sich die Zahl der zugewiesenen Asylbewerber fast verdoppelt. Die Zuweisung sei nach der Sommerpause erhöht worden, werde Ende des Jahres voraussichtlich bei 38 liegen. Nach den bisher mit den Wohnungsgesellschaften und -verwaltungen geführten Gesprächen könne davon ausgegangen werden, dass es möglich sein werde, durch Anmietung genügend Wohnraum für diese Menschen zu haben, sagte Schwedt. „Aber die Flüchtlingsströme sind ungebremst“, stellte er fest. Ob bei weiter steigenden Zahlen genügend Wohnraum in Büdelsdorf anzumieten sei, halte er für fraglich. Falls auf dem Wohnungsmarkt nichts zu finden sei, müsse man über den Kauf von Gebäuden nachdenken und diese für die Unterbringung entsprechend herrichten, sagte Schwedt. „Der Gedanke ist nicht abwegig.“

Neben der Frage der gesicherten Unterbringung stelle jedoch auch die Betreuung der zugewiesenen Personen die Verwaltung vor immense Herausforderungen. Im Stellenplan für das kommende Jahr soll mit der Aufstockung von Arbeitsstunden für die Stelle des Sozialarbeiters und der Sozialhilfesachbearbeiterin darauf reagiert werden.

Ende Oktober soll zudem ein Konzept erarbeitet werden, um für eine Betreuung von Asylbewerbern und Menschen mit Migrationshintergrund auch ehrenamtliche Tätige einzubinden. Die Stadtvertretung hatte im März beschlossen, das Soziale Dienstleistungs- und Beratungszentrum Büdelsdorf (SDBZ) einzubeziehen. Dort könnte der Einsatz von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern koordiniert werden.

Ende Oktober, noch vor den Haushaltsberatungen, soll das Konzept dafür stehen. Schwedt machte deutlich: „Denn dafür wird Geld gebraucht.“

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