Büdelsdorf brechen die Einnahmen weg

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21. September 2020, 13:15 Uhr

Büdelsdorf | Die Corona-Krise hat aufgrund des Lockdowns und der damit verbundenen Rezession zu nicht unerheblichen Einnahmeausfällen geführt. Das gilt auch für die Stadt Büdelsdorf, die jetzt den 1. Nachtragshaushalt für das Jahr 2020 verabschiedete.

„Der Nachtragshaushalt für 2020 verzeichnet rund 3,4 Millionen Euro weniger an Einnahmen, verursacht durch 2,5 Millionen Euro weniger Steuereinnahmen und knapp 0,9 Millionen Euro durch die erst 2021 wirksame Kita-Reform“, erklärte Martin Hartig (SPD), Vorsitzender des Hauptausschusses.

In den Nachtrag fließen rund 1,5 Millionen Euro weniger Aufwendungen für die laufende Verwaltungstätigkeit, knapp eine Million Euro geringere Investitionstätigkeit und eine Erhöhung des Jahresfehlbedarfs um 900.000 Euro auf 1,38 Millionen Euro. „Büdelsdorf ist nach wie vor eine finanzstarke Kommune, zur Panik besteht kein Anlass“, sagte Hartig. „Wir müssen in allen Bereichen sparen“, sagte Michael Huep von der Büdelsdorfer Wählergemeinschaft. Sein Fraktionskollege Walter Reichelt vermisste „einen Konsolidierungsbeitrag der Verwaltung.“ Die BWG stimmte deshalb bei der Stadtvertretung gegen den Nachtragshaushalt. Bürgermeister Rainer Hinrichs betonte auf Nachfrage der Landeszeitung, die Verwaltung trage sehr wohl zum Sparen bei. Seit dem Haushaltsworkshop 2018 würde an allen Positionen gespart. Antworten zur Haushaltskonsolidierung könne nur die Politik geben. „In der Sitzung habe ich aber keine einzige zielgerichtete sachdienliche Anregung gehört“, kritisierte Hinrichs die Stadtvertreter. Konstantinos Wensierski (CDU) sieht selbstkritisch die Fraktionen in der Verantwortung. „Im März haben sich die Fraktionsvorsitzenden zum letzten Mal zu ihrem monatlichen Haushaltsworkshop getroffen. Seit einem halben Jahr ist nichts mehr passiert. Wir hätten etwas machen können.“

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