Fussball-Verbandsliga : BTSV besser, Laboe effektiver

Allein gegen alle: Büdelsdorfs Hannes Lehmann (blaues Trikot) versucht sich gegen vier Laboer zu behaupten.
Allein gegen alle: Büdelsdorfs Hannes Lehmann (blaues Trikot) versucht sich gegen vier Laboer zu behaupten.

Die Lage wird für die Büdelsdorfer nach dem 0:1 immer prekärer. Der Osterrönfelder TSV landet einen wichtigen 5:0-Sieg in Suchsdorf. Der RTSV verpasst die Trendwende.

Avatar_shz von
24. März 2014, 06:01 Uhr

Die Trendwende blieb aus. Weder der Büdelsdorfer TSV noch der Rendsburger TSV konnten ihren Negativlauf in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost beenden. Der BTSV kassierte mit dem 0:1 (0:1) gegen den VfR Laboe ebenso die dritte Niederlage nach der Winterpause wie auch der RTSV mit dem 1:3 (0:0) gegen den TSV Kronshagen. Damit schweben die Büdelsdorfer weiter in größter Abstiegsgefahr. Die dürfte der Osterrönfelder TSV hingegen gebannt haben. Nach dem überzeugenden 5:0 (2:0)-Erfolg bei Schlusslicht Suchsdorfer SV beträgt der Abstand auf die Abstiegsplätze satte neun Punkte.

Rendsburger TSV –TSV Kronshagen 1:3 (0:0)

Die Heimschwäche des RTSV bleibt weiter rätselhaft. Im zehnten Spiel auf dem heimischen Nobiskrug gab es mit dem 1:3 gegen den TSV Kronshagen bereits die fünfte Niederlage. „Das ist dann halt so. Bei uns ist derzeit einfach nicht mehr drin“, meinte ein frustrierter Rendsburger Spielertrainer Christian Heider. Gegenüber der Vorrunde ist seine Mannschaft nur noch ein Schatten ihrer selbst. Das ist keinesfalls auf die knappe Personaldecke allein zurückzuführen. Von den Einzelspielern her ist immer noch genügend Qualität auf dem Platz. Doch keiner ist in der Lage, seine Normalform abzurufen. Somit gelingt es dann auch nicht, eine Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld wie den TSV Kronshagen zu schlagen. Es gab auf Seiten der Gastgeber reichlich Ballverluste, meist ausgelöst durch ungenaue Zuspiele. Da konnte sich kaum einmal ein druckvolles Angriffsspiel entwickeln. Dennoch hatte der RTSV in der Anfangsphase die ersten Chancen zu verzeichnen. Doch weder Christian Sievers (12.) noch Christian Heider (13.) brachten den Ball im gegnerischen Tor unter. Auf der anderen Seite hatten die Rendsburger Glück, dass Kronshagens Torjäger Florian Gütschow völlig freistehend nur die Latte traf (28.). Etwas genauer zielte dann Mitspieler Simon Pals nach gut einer Stunde (0:1, 59.). Die Antwort des RTSV folgte allerdings schnell. Abwehrspieler Christian Sievers erzielte nach Vorarbeit von Mustafa Korkmaz den 1:1-Ausgleich (62.). Das weckte Hoffnungen auf den ersten Sieg in diesem Jahr. Doch einen Fehler in der Rendsburger Hintermannschaft nutzte Philipp Bahr zum 2:1 für die Gäste (68.). Wieder war der schnelle Ausgleich möglich. Doch Malte Hehlert traf nur den Pfosten (69.). Mit seinem zweiten Treffer zum 3:1 entschied Bahr (78.) dann das Spiel für die Gäste.

Rendsburger TSV: Wiechert – Ja. Heider; C. Heider, Herzig, Jo. Heider – Schnepel (60. Kaba), Lehmann, Atamtürker, Sievers, Hehlert, Mu. Korkmaz.

Schiedsrichter: Aust (TSV Rabenkirchen).
Zuschauer:
40.

Tore: 0:1 Pals (59.), 1:1 Sievers (62.), 1:2 Bahr (68.), 1:3 Bahr (78.).

Büdelsdorfer TSV – VfR Laboe 0:1 (0:1)

Die Situation wird für den Büdelsdorfer TSV nach der neuerlichen Niederlage immer prekärer. Dennoch sah BTSV-Trainer Adrian Königsmann viele positive Ansätze. „Das Ergebnis spiegelt nicht die Tabellensituation wider, denn es hat sicherlich nicht die bessere Mannschaft gewonnen. Der couragierte Auftritt meines Teams stimmt mich für die kommenden Wochen absolut zuversichtlich.“ Über weite Strecken dominierten die Gastgeber die Partie. Geschlossenheit, Einsatz und Leidenschaft – der BTSV legte alle Tugenden, die für einen erfolgreichen Abstiegskampf notwendig sind, in die Waagschale, so dass auch die Zuschauer durchaus zufrieden waren. Was aber fehlte, war ein erfolgreicher Torabschluss. Den hatten dann die Gäste zu bieten: Tim Peters unterlag im Kopfballduell. Jan-Patrick Wemmer war Nutznießer dieser Situation und bugsierte das Spielgerät volley und unhaltbar in die BTSV-Maschen (38.). „Da geht man dann mit 0:1 in die Pause und weiß nicht warum“, ärgerte sich Königsmann. Die Heimelf drückte auch nach Wiederbeginn. Den ersten Warnschuss gab Niklas Knutzen ab, doch sein Freistoß wurde von Laboes Keeper Rene Reinke entschärft (48.). Die Gäste blieben stets über Konter gefährlich, allerdings war bei Christian Fanter, der den verletzen Christian Wulff im Büdelsdorfer Tor ersetzen musste (38.), immer wieder Endstation. Die Hausherren hatten weitere hochkarätige Gelegenheiten: Nils Wiese und Kim Bornholdt scheiterten bei einer Doppelchance an Reinke (70.), Knutzen zielte knapp am Tor vorbei (75.). Die größte Möglichkeiten zum Ausgleich vergab Hannes Lehmann, der den Ball aus sieben Metern über das Gästegehäuse nagelte (78.), und vier Minuten später am Aluminium scheiterte. Königsmann: „Wir haben momentan einfach keinen Vollstrecker.“

Büdelsdorfer TSV: Wulff (38. Fanter) – Wiese, Sievers, Peters (73. Taube), Stroehnisch, Bornholdt, Wardin, Knutzen, Kaak (65. Henke), Philippsen, Lehmann.
SR: Olimsky (Ostroh). – Z: 130.
Tore: 0:1 Wemmer (38.).
Gelb-Rote Karte: Sievers (84., wdh. Foul, BTSV).

Suchsdorfer SV – Osterrönfelder TSV 0:5 (0:2)

Die Antwort fiel deutlich aus: „Natürlich nicht“, unterstrich Osterrönfelds Trainer Olaf Lehmann. Die Frage nach dem Klassenerhalt sei noch lange nicht geklärt, „weil sich das auch ganz schnell wieder ins Gegenteil kehren kann.“ Gleichwohl genießt der OTSV-Coach den Moment. Durch sieben Punkte aus den ersten drei Partien des Jahres hat seine Mannschaft beste Aussichten, auch zukünftig in der Verbandsliga zu spielen. „Es gibt keinen Grund, die Beine hochzulegen, aber der ganz große Druck ist erst einmal weg“, findet Lehmann. Beim Tabellenschlusslicht in Suchsdorf verlebte der Trainer einen ungewohnt ruhigen Nachmittag. Hauke Horstmann hatte die Gäste früh in Front geschossen (4.) und Florian Kuklinski zügig zum 2:0 für den OTSV nachgelegt (23.). „Aber wenn Daniel Jeromin dann nicht zwei Mal klasse pariert, kann das Spiel auch nochmal anders laufen.“ In weiten Teilen aber hatten die Gäste alles im Griff und spätestens nach Horstmanns zweitem Treffer (58.) war das Spiel gelaufen. Bojan Grbavac schraubte das Ergebnis per Doppelpack schließlich noch in eine angemessene Höhe (85./89.). „Wir hatten sogar noch viel mehr Chancen“, so Lehmann, der einen Abfall der Konzentration bei seinen Spielern in den nächsten Wochen nicht fürchtet: „Wir haben nun Anschluss ans Tabellenmittelfeld und wollen nun auch noch ein paar Plätze nach oben.“ Gelegenheit dazu gibt es am nächsten Sonnabend. Ein Heimsieg gegen den Eckernförder SV und der OTSV würde sich um mindestens einen Rang verbessern.

Osterrönfelder TSV: Jeromin – Lobeck, Mosebach, Halver, Zapfe (46. Reimer) – Dollnick, Müller – Weihmann, Grbavac, Horstmann (72. Kock) – Kuklinski (78. Piotraschke).

SR: Kossiski (Brokstedt). – Z.: 100.

Tore: 0:1 Horstmann (4.), 0:2 Kuklinski (23.), 0:3 Horstmann (58.), 0:4 Grbavac (85.), 0:5 Grbavac (89.).

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen