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Frauenfussball : Brekendorfer TSV wie entfesselt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Beim 6:0-Erfolg in Schuby schießt sich die Elf den Frust von der Seele. Der TuS Rotenhof knöpft dem Ex-Spitzenreiter einen Punkt ab.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2013 | 17:05 Uhr

Im dritten Spiel gab es für die Fußballerinnen des Brekendorfer TSV den ersten Saisonsieg – und was für einen. Mit 6:0 überrollten die Brekendorferinnen den VfB Schuby und spielten insbesondere in den ersten 45 Minuten wie entfesselt auf. Weiter auf den ersten dreifachen Punktgewinn warten muss der TuS Rotenhof. Aber immerhin trotzte die dezimierte Elf von Trainer Dennis Rechner TuRa Meldorf II einen Punkt ab und stürzte das Team damit von der Tabellenspitze.

TuRa Meldorf II – TuS Rotenhof 2:2 (2:1)

Mit gerade einmal elf Spielerinnen trat der TuS Rotenhof die Reise nach Meldorf an. Mit einem bemerkenswerten Resultat kehrte die Elf von Dennis Rechner aus Dithmarschen zurück. Bei TuRa II holte der TuS ein 2:2 (1:2) und stürzte die Meldorferinnen damit von der Tabellenspitze.

Es war ein Unentschieden, das sich die Gäste hart erarbeiteten: „Diesen Punkt hat sich die Mannschaft mit ihrer tollen Moral verdient, denn Kristina Witt schied wegen Verletzung nach gut 55 Minuten aus. Wir haben den Rest der Zeit mit nur zehn Spielerinnen gespielt, aber dennoch gut mitgehalten“, lobte Rechner die Vorstellung seiner Mannschaft. Und auch die Moral passte. Der frühe Rückstand nach wenigen Sekunden konnte die Gäste nicht schocken. Sie nahmen das Heft zusehends in die Hand und Maike Koplin zeigte beim 1:1–Ausgleich Nervenstärke vom Elfmeterpunkt (17.). Gegen Meldorfs Torhüterin Sina Jessen aber war sie nach 30 Minuten nur zweiter Sieger. In Führung ging erneut der Gegner, wenn das „Wembley-Tor“ durch Franziska Lähn auch zweifelhaft war (36.).

Die Gäste aber ließen auch in der zweiten Halbzeit nicht locker und Kristina Witt erzielte per Kopf abermals den Ausgleich (50.). Selbst in Unterzahl hatten die Rotenhöferinnen Möglichkeiten für drei Punkte. Sandra Kronwinnus hatte nach schönem Solo allerdings Pech, dass TuRa-Torfrau Jessen den Ball gerade noch an die Latte lenken konnte (80.).

Am Sonntag will der TuS im Heimspiel gegen den VfB Schuby (14 Uhr) endlich den ersten Dreier der Saison einfahren.

TuS Rotenhof: Rehmer – Berries, Schrum, Gräber, Franneck – Reimler, Weiß, Krambeck, Krowinnus – Witt, Koplin
Tore: 1:0 Schraven (1.), 1:1 Koplin (17./FE), 2:1 Lähn (36.), 2:2 Witt (50.).
 

VfB Schuby – Brekendorfer TSV 0:6 (0:5)

Die Gäste aus Brekendorf dominierten die Partie von Anfang an. Direkt nach dem Anstoß hatten sie bereits ihre erste Großchance durch Sandra Staack (1.). Auch in den folgenden Minuten hatten die Brekendorferinnen weitere Möglichkeiten. Sie mussten aber bis zur 17. Minute warten, ehe Staack nach einem Freistoß von Jana Hamann das Durcheinander im Strafraum zum Führungstreffer nutzen konnte. Nur eine Minute später leitete Hamann per Steilpass aus dem Mittelfeld eine Chance für Stefanie Stieper ein, die den Ball an VfB-Torhüterin Conny Nitschke vorbei zum 2:0 ins Tor schob. Damit war der Torhunger des BTSV aber keineswegs gestillt. Jenny Sakowski schlug eine Flanke auf Staack, die nur den Pfosten traf. Hamann stand goldrichtig und staubte zum 3:0 ab. Kurz vor der Pause passte Staack auf Sakowski, die den Ball weiterleitete auf Hammann, die auf 4:0 erhöhte (43.), und unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff erhöht Staack nach Doppelpass mit Camilla Petersen gar auf 5:0 (45.).

Im zweiten Abschnitt schalteten die Gäste angesichts ihrer hohen Führung einen Gang zurück. Nach 53 Minuten hatte Schuby dann seine einzige Großchance: Nachdem Frahm bereits ausgespielt war lief die Schubyerin auf das leere Tor zu. Doch Melanie Kuhr setzte nach und verkürzte den Winkel zum Tor so, dass den Gastgeberinnen ihr Ehrentreffer verwehrt blieb. Den Schlusspunkt setzte Staack per Strafstoß (nach Foul an Hamann) mit ihrem dritten Treffer zum 6:0-Endstand.

Brekendorfer TSV: Frahm – Kuhr, Höft, Kloth – Petersen, Biermann (33. Peetz), Prüfer – Sakowski, Hamann, Staack – Stieper.
Tore: 0:1 Sandra Staack (17.), 0:2 Stefanie Stieper (18.), 0:3 Jana Hamann (40.), 0:4 Hamann (42.), 0:5 Staack (45.), 0:6 Staack (63./FE).
 

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