Kritik schon vor dem Einsatz : Breitere Rampen, aber keine Barrierefreiheit

Der Probebetrieb der Ersatzfähre stellte bereits Radfahrer vor Probleme.

Der Probebetrieb der Ersatzfähre stellte bereits Radfahrer vor Probleme.

Die Ersatzfähre hat noch nicht ihren Dienst aufgenommen, da kommt auch schon die erste Kritik auf. „Die Fähre ist nicht behindertengerecht“, moniert eine Leserin.

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06. Juli 2016, 18:17 Uhr

Die Ersatzfähre hat noch nicht ihren Dienst aufgenommen, da kommt auch schon die erste Kritik auf. „Die Fähre ist nicht behindertengerecht“, sagt eine LZ-Leserin, „als Rollstuhlfahrerin kann ich sie nicht nutzen.“ Thomas Visser vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) bestätigt ihren Eindruck. „Beim Probebetrieb stellte sich heraus, dass die Gangway für Menschen mit Mobilitätseinschränkung nicht optimal geeignet ist“, sagt er. Der Anbieter der Fähre, die Firma SFK, wird bis zum regulären Betrieb zwar eine breitere und längere Rampe vorhalten, „aber barrierefrei nach DIN wird auch die nicht sein.“ Die SFK sei das einzige Unternehmen gewesen, das bereit war, einen Fährverkehr einzurichten. „Keine Fähre zu haben, ist auch nicht besser“, sagt Visser und verweist Rollstuhlfahrer auf den Aufzug im Fußgängertunnel. Der Vertrag mit SFK läuft bis Ende des Jahres, danach soll eine verbesserte Barrierefreiheit angeboten werden.

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