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Schnelles Internet : Breitband für Sehestedt-Süd

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fünf Meter unter der Kanalsohle werden nach einer Horizontalbohrung neue Rohre unter der Wasserstraße verlegt. Dann kann auch Sehestedt-Stüd sich schon bald auf schnelles Internet freuen.

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erstellt am 25.Okt.2013 | 17:00 Uhr

28 Gemeinden, 15 000 Haushalte, 176 Kilometer Leerrohre – diese Zahlen kennzeichnen den Breitbandzweckverband der Ämter Hüttener Berge, Dänischenhagen und Dänischer Wohld. Die größte Einzelmaßnahme zur Verlegung von Kabeln für schnelles Internet wurde gestern begonnen. Eine Horizontalbohrung unter dem Nord-Ostsee-Kanal schließt auch Sehestedt-Süd an.

„Horizontalspülbohrung“ heißt das Verfahren, mit dem die Firma LMR Drilling aus Oldenburg in Niedersachsen den Kanal unterquert. Von der Gemarkung Gruhl auf der Nordseite geht es auf 450 Metern Länge bis zur Straße Hohenfelde auf der Südseite. „Wir müssen mindestens fünf Meter unter der Kanalsohle bleiben“, erklärte der Bauleiter Peter Rubarth. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung will damit Platz für einen mögliche Vertiefung des Kanals behalten.

Nach dem Abschluss der Bohrung, der für kommenden Montag geplant ist, werden das vorbereitete Leerohr und das Glasfaserkabel eingezogen. In Sehestedt-Süd werden 106 Anschlüsse hergestellt. In zwei Wochen könnten die Nutzer schnellen Internetzugang (30 bis 50 Mbit/sec) haben.

Der Breitbandzweckverband baut die Leerrohr-Infrastruktur und verpachtet diese an die mr.netgroup aus Flensburg. Damit soll die Refinanzierung der Kreditaufnahme gesichert werden. Die mr.netgroup vermarktet die Internetanschlüsse unter dem Namen „Fiete.net“ und schließt die jeweiligen Verträge mit den Nutzern.

Die vor drei Jahren begonnene Verlegung von Rohren ist fast beendet. Es steht jetzt noch eine Baumquerung in Owschlag an. Der Breitbandzweckverband hat 9,5 Millionen Euro investiert. Das Vorhaben wird zu 75 Prozent aus EU-, Bundes- und Landesmitteln gefördert.

 

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