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Tourismus-Ideen : Breiholz plant Hausboote auf der Eider

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Hausboote, Wasserrutsche und mehr Pommes: Breiholz will für Urlauber und Einheimische Attraktionen aufbauen – vor allem für Kanufahrer und Wasser-Fans.

Breiholz | In einem Hausboot auf der Eider Ferien machen, in einem Wohnfass am Ufer des Flusses übernachten, mit einem Kanu dort anlegen, über eine Wasserrutsche in die Eider platschen und es sich richtig gut gehen lassen: Was wie ein ungewöhnlicher Urlaub oder Freizeitausflug klingt, könnte bereits in diesem Jahr in Breiholz (Kreis Rendsburg-Eckernförde) realisiert werden. Denn genau für diese und weitere Ideen gab es vom Vorstand des Vereins LAG Aktivregion Eider-Treene-Sorge (ETS) grünes Licht für die Bewilligung von EU-Fördermitteln.

Die meisten SH-Touristen zieht es an Nord- oder Ostsee. Damit auch das Zentrum des Landes von den Urlaubern profitiert, müssen die Regionen attraktive Angebote schaffen. Breiholz liegt idyllisch zwischen Kanal und Eider und am Rande des Natur-Paradieses zwischen den Flüssen Eider, Treene und Sorge.

Nach der Zukunftswerkstatt in Breiholz im September, bei der sich viele der Teilnehmer eine attraktivere Gestaltung der Badestelle, des Campingplatzes sowie mehr Freizeitangebote an und auf der Eider wünschten, hat die Gemeinde Anfang November einen Förderantrag für den Bau eines Kanuanlegers sowie für eine Wasserrutsche beantragt. Geplant ist zudem, über die viel befahrene Fährstraße eine für Fußgänger sichere Verbindung zum Campingplatz samt Gaststätte „Bootsmann“ (ehemals Café Eidertal) zu schaffen.

Freuen sich über positiven Bescheid: Yannek Drees, Martin Schmedtje, Birgit Stotz und Thomas Thede (von links) wollen die ersten Vorhaben in diesem Jahr umsetzen.
Freuen sich über positiven Bescheid: Yannek Drees, Martin Schmedtje, Birgit Stotz und Thomas Thede (von links) wollen die ersten Vorhaben in diesem Jahr umsetzen. Foto: Jaeger
 

Die neuen Betreiber Birgit Stotz und Thomas Thede haben ebenfalls Pläne, die günstige Wasserlage des Campingareals für neue Angebote zu nutzen. Sie stellten einen Förderantrag für das Festmachen von Hausbooten am Eiderufer als Alternative zu Ferienwohnungen sowie für das Aufstellen von Wohnfässern (kleine fassförmige Appartments) zusätzlich zu den bereits vorhandenen Stellplätzen für Wohnwagen, Wohnmobile und Zelte. Entsprechende Genehmigungen seien eingeholt und Leitungen verlegt worden. „Wenn alles klappt, machen im Frühjahr die ersten beiden Hausboote am Eiderufer fest“, erklärt Thomas Thede.

Sollte sich die neue Attraktion als Erfolg erweisen, könnten weitere Hausboote dazukommen. Darüber hinaus soll es in der Gaststätte wieder eine Möglichkeit für die Badegäste geben, sich ein Eis, Süßigkeiten oder Pommes zu holen. Überhaupt können es sich sowohl Einheimische als auch Urlauber die ganze Woche über in dem Restaurant vom Frühstück bis zum Abendessen gut gehen lassen. Das sei aber erst der Anfang von einer ganzen Reihe weiterer Ideen, die man nicht alle auf einmal umsetzen könne, sondern die nach und nach realisiert werden sollen. Ziel sei es, so wünscht es sich Birgit Stotz, dort an der Eider einen neuen Lieblingsplatz zum Entspannen und Genießen sowohl für Urlauber als auch für die Bürger aus der Region zu schaffen. „Wir freuen uns sehr über den positiven Bescheid. Damit wird Breiholz ein Stück attraktiver. Vor allem aber ist es toll, dass Ideen der Zukunftswerkstattteilnehmer so zeitnah umgesetzt werden können. Damit zeigen wir, dass es sich lohnt, sich an der Gestaltung der Gemeinde zu beteiligen“, erklärte Bürgermeister Martin Schmedtje.

„Was das angeht, ist Breiholz ein Vorzeigeort. Es wird den Bürgern nichts von oben übergestülpt, sondern sie werden von Anfang an beteiligt und sehen sich mit dem Umsetzen ihrer Vorschläge ernstgenommen“, lobte Yannek Drees von der ETS-GmbH das Engagement des Ortes. Die geplanten Vorhaben der Gemeinde und der Campingplatzbetreiber seien Leuchtturmprojekte für Urlaub und Freizeit im Binnenland und somit absolut förderungswürdig. „Sie sind innovativ und fügen sich hervorragend in unser Tourismus- und Naturerlebniskonzept für die gesamte Region ein“, betonte Drees.

 

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