Freizeit : Breiholz lockt Camper und Fahrradtouristen

Hausboot an der Eider: Künftig dürfen fünf Domizile am Ufer festgemacht werden.
Hausboot an der Eider: Künftig dürfen fünf Domizile am Ufer festgemacht werden.

Die „Bootsmann“-Betreiber an der Eider können ihr Angebot ausweiten.

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10. Dezember 2017, 15:28 Uhr

Die Betreiber des an der Eider gelegenen Campingplatzes „Bootsmann“ dürfen ihre Angebotspalette erweitern. Grundlage dafür ist ein Beschluss der Gemeindevertretung Breiholz. Einstimmig votierten die Mandatsträger in dieser Woche dafür, den Bebauungsplan Nr. 7. für das Campingplatzareal zu ändern und zu ergänzen.

„Der Campingplatz ist ein Wirtschaftsfaktor. Das ist das ganze Jahr über etwas los“, sagt Bürgermeister Martin Schmedtje. Die Gemeinde stehe voll dahinter, dass dieses touristische Angebot ausgebaut wird. Der geänderte Bebauungsplan macht den Weg frei für die Errichtung von sechs neuen Campinghäusern. Zudem darf das Sanitärgebäude um ein Stockwerk erhöht werden, das für Ferienwohnungen vorgesehen ist. Die Zahl der Campingfässer wird verdoppelt: von vier auf acht. Dabei handelt es sich um kleine Domizile, die lediglich mit einem Bett, einer Sitzgelegenheit und einem LED-Fernseher ausgestattet sind. Martin Schmedtje: „Die sind ideal beispielsweise für Fahrradtouristen.“

Zudem wird mit dem neuen B-Plan eine rechtliche Grauzone juristisch ausgebügelt. Bislang war es umstritten, ob die vorhandenen zwei Hausboote vor dem Campingplatz liegen bleiben dürfen. Der Steg zu den Booten war nicht Teil der als Campingplatz definierten Fläche. Das Problem haben die Gemeindevertreter dadurch gelöst, dass sie den Geltungsbereich ihres B-Plans bis zur Mitte der Eider erweitert haben. Gleichzeitig dürfen die Betreiber die Zahl der Hausboote auf bis zu fünf erhöhen.

Bürgermeister Schmedtje ist des Lobes voll über die „Bootsmann“-Betreiber. „Die machen das alles super“, sagt er und spricht von einer „Win-Win-Situation“ für alle. Entwickelt sich das touristische Geschäft wie erwartet, wird das nicht nur die Steuerkasse von Breiholz klingeln lassen. Gleichzeitig hat die Gemeinde mit den Betreibern auch die Übereinkunft getroffen, dass die Badegäste des gemeindeeigenen Strandes an der Südseite der Fährstraße kostenfrei die Sanitäranlagen des Campingplatzes nutzen dürfen. „Damit wird uns erspart, dass wir jedes Jahr an dem Badestrand eine WC-Notlösung aufstellen müssen“, so Schmedtje.

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