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Neuer Haltepunkt : Bredenbek wird wieder Bahnstation

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Gemeinde investiert 800 000 Euro für Bahnsteig, Wartehäuschen und Fahrradabstellplätze. Der gemeinsame Straßenbau mit Bovenau ist geplant.

shz.de von
erstellt am 27.Jan.2014 | 06:00 Uhr

„Nächster Halt: Bredenbek“ – Diese Lautsprecherdurchsage soll ab Dezember in den Zügen auf der Bahnstrecke zwischen Kiel und Rendsburg ertönen. Dann soll der Bahnhaltepunkt am Rolfshörner Weg fertig sein.

Bis die ersten Reisenden einsteigen können, ist aber noch viel zu tun. Deshalb hat die Gemeindevertretung Bredenbek in ihrer jüngsten Sitzung den Bebauungsplan für die Errichtung des Bahnhaltepunktes im Bereich der Brücke des Rolfshörner Wegs beschlossen. 800 000 Euro sind dafür veranschlagt, wobei die Gemeinde von einer öffentlichen Förderung von 75 Prozent ausgeht. Geplant sind neben einem 140 Meter langen Bahnsteig auch überdachte Wartehäuschen, Fahrradabstellplätze, eine Treppe von der Brücke hinunter zum Haltepunkt und Parkplätze.

Diese sollen nicht nur vom Rolfshörner Weg aus erreichbar sein, sondern auch von dem interkommunalen Gewerbegebiet, das etwa 400 Meter entfernt liegt. Eine Straße von dort bis zur Haltestelle wollen die Gemeinden Bredenbek und Bovenau gemeinsam bauen. „Etwa 360 000 Euro wird die Straße kosten“, sagte der Bovenauer Bürgermeister Jürgen Liebsch bei einem Ortstermin. „Wir rechnen mit Fördermitteln von 15 Prozent oder mehr. Den verbleibenden Betrag teilen wir durch zwei“, erklärte sein Bredenbeker Amtskollege Bartelt Brouer. Die Straße soll mit 5,50 Metern so breit sein, dass dort auch Busse fahren können. Zurzeit werde nach Möglichleiten gesucht, den neuen Bahnhaltepunkt auch an den Öffentlichen Nahverkehr und an die Schulbuslinie anzuschließen, betonte Brouer.

In Bovenau werde die neue Haltestelle durchweg positiv beurteilt, machte Liebsch deutlich. Für Schulkinder, die nach Rendsburg fahren, habe die Bahn auf jeden Fall Vorteile. „Sie können mit dem Fahrrad durch das Gewerbegebiet zur Bahn fahren und sind dann nach 17 Minuten in Rendsburg.“

Dass Bredenbek nach dreißig Jahren wieder einen Bahnhaltepunkt bekommt, habe weit reichende Auswirkungen, stellte Brouer fest. Der Bahnanschluss sei ein Ansiedlungskriterium, der Wert von Grundstücken steige dadurch.

Die Zufahrt zum Haltepunkt erfolgt für die Bredenbeker über den Rolfshörner Weg, der auch am Kindergarten vorbei führt. „Da müssen wir noch mehr für die Verkehrssicherheit tun“, meinte Brouer. Auch an der schlecht einzusehenden Brücke bestehe Handlungsbedarf, stellte der Bürgermeister fest. „Das ist eine gefährliche Ecke.“

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