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Bredenbek : Bredenbek feiert 750. Geburtstag

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Vier tolle Tage sind zum Gemeinde-Jubiläum geplant. Willi Kranzusch und Ex-Bürgermeister Hans-Werner Hamann erarbeiteten dazu einen Bildband.

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erstellt am 11.Aug.2014 | 11:47 Uhr

Das Programm steht. Und doch müssen sich die Bredenbeker noch ein wenig gedulden. Am Donnerstag, 28. August, ist es soweit. Ab dann feiert das Dorf über vier Tage seinen 750. Geburtstag. „Die Vorbereitungen waren stressig. Jetzt aber kann ich kaum erwarten, dass es endlich losgeht“, sagt Angelika Böge vom Festausschuss.

Unter anderem wird es am Freitag, 29. August, eine Speedway-Präsentation der Krummwischer Zwillinge Patrizia und Jennifer Grosser geben, die sich und ihr Können gemeinsam mit dem mehrfachen Europa- und Weltmeister Egon Müller auf der Festwiese vorstellen werden. Einen Tag später führt Bildhauer Jörg Plickat über die von ihm mit Skulpturen gestaltete „Koppel der Künste“ (12.30 Uhr). Gerade erst sind die Faltblätter mit dem Programm in den Druck gegangen. Schon fertig sind 750 Kaffeebecher, die anlässlich des runden Dorf-Geburtstages angefertigt wurden (siehe kleines Foto). Für 3,50 Euro pro Stück gibt es sie über Familie Böge (Tel. 0 43 34 / 18 21 44), außerdem werden sie während der Feier am Sonnabend auf der Festwiese verkauft.

Einen ganz besonderen Beitrag zum Fest liefern der ehemalige Bürgermeister Hans-Werner Hamann und Willi Kranzusch. Gemeinsam erarbeiteten sie einen 172 Seiten starken Bildband über die historische Entwicklung „Vom Gut Cronsburg zur Gemeinde Bredenbek“. „Ich bin nicht allwissend“, sagt Kranzusch, der sich selbst als gebürtigen Kronsburger betrachtet, allerdings schon seit vielen Jahren in Aukrug lebt. „Aber zu 98 Prozent wissend“, kontert Hamann. Kranzusch hat ganze Regale voll mit Informationen zur Historie der Gegend. Er weiß: „Bredenbek könnte eigentlich auch schon seine 4000-Jahr-Feier veranstalten.“ Das zeigen alte Gräber und Funde, die auf eine Besiedlung der Gegend schließen lassen. Das jetzt anstehende Jubiläum beziehe sich indes auf die erste Erwähnung im Jahr 1264 als „de Bradenbeke“ im Stadtbuch der Stadt Kiel.

Die beiden Bredenbek-Experten trafen sich im Spätherbst 2013 zum ersten Mal bei einer Sitzung des Festausschusses. Schnell waren sie auf einem Nenner, dass ein Bildband zur Geschichte der Gemeinde her musste – im Idealfall rechtzeitig zum großen Jubiläum. Vor einigen Tagen konnten sie einen Haken an die Sache machen. Viele Abende verbrachten sie gemeinsam mit der Arbeit an ihrem Werk. Bei einigen Aspekten hätten sie durchaus auch einmal kontrovers diskutiert oder sich „konstruktiv gestritten“, betont Hamann: „Willi kennt so viele Anekdoten und Geschichten, ich könnte ihm stundenlang zu hören.“

Rund 450 Abbildungen – zum Großteil aus Hamanns selbst zusammengetragenem Archiv – werden mit Texten begleitet und sind in zahlreiche kurze Kapitel unterteilt. Deren Bandbreite reicht von „Die Mühlen in Bredenbek“ über „Höker, Kaufmann und Kleingewerbe“ bis hin zum „Walcott-Huus“. Mit dem Bildband könnten sich Bredenbeker Neu-Bürger ein umfassendes Bild von ihrer Gemeinde verschaffen, sagt Hamann: „Und Alt-Bürger werden sagen: ‚Ach ja, so sah das mal aus. Daran kann ich mich auch noch erinnern.‘ “


> Für weitere Anregungen, Hinweise oder Bildbeiträge sind Hamann und Kranzusch offen. Kontakt zu Hans-Werner Hamann (Tel. 0 43 34 / 18 87 77, E-Mail: ha-wehamann@t-online.de). Bei ihm ist auch der Bildband für 15 Euro zu bekommen.

 

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