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Gerettet : Brauerei gibt Geld: „Brückenterrassen“ werden saniert

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das traditionsreiche Restaurant „Brückenterrassen“ unterhalb der Eisenbahnhochbrücke ist vorerst gerettet. Alle 21 Mitarbeiter, die über bestehende Arbeitsverträge verfügen, werden übernommen.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2016 | 10:00 Uhr

Das traditionsreiche Restaurant „Brückenterrassen“ unterhalb der Eisenbahnhochbrücke ist vorerst gerettet. Neue Eigentümerin ist die Brücken Immobilien GmbH, teilte der Kieler Insolvenzverwalter Wilhelm Salim Khan Durani gestern mit. Das Unternehmen wurde zuvor eigens für die Übernahme gegründet. Alle 21 Mitarbeiter, die über bestehende Arbeitsverträge verfügen, werden übernommen.

Die Flensburger Brauerei will nach Angaben des Rechtsanwalts mehr als 200  000 Euro in das gastronomische Objekt investieren, es aber nicht selbst betreiben. Die Firma Brücken Immobilien mit dem Geschäftsführer Michael Thiel stehe in „finalen Verhandlungen“ mit einem Bewerber, hieß es auf Nachfrage. „Da ist die Tinte noch nicht trocken.“

Bereits zu Ostern sollen wesentliche Umbauten vollzogen sein. „Wir freuen uns, dass wir ein starkes Investorenteam finden konnten, das die ,Brückenterrassen‘ mit umfangreicher Sanierung wieder zu einem attraktiven Ausflugsziel entwickeln will“, sagte Wihelm Salim Khan Durani von der Kanzlei „Cornelius + Krage“. Der Betrieb und die Mitarbeiter hätten damit wieder eine langfristige Perspektive. Auch in Rendsburg begrüßte man die Entwicklung. „Wir freuen uns sehr. Unseren Besuchern an der Hauptattraktion der Kanalstadt gute Gastronomie bieten zu können, ist sehr wichtig“, sagte Tourismus-Chefin Monika Heise. Besonders vor dem Hintergrund der Bemühungen, die Schwebefähre mit der Hochbrücke zum Unesco-Weltkulturerbe zu machen, sei eine gut frequentierte Einkehrmöglichkeit nebenan unverzichtbar.

Mit dem Geld der Flensburger Brauerei soll das in die Jahre gekommene Lokal, das zuletzt auch von immer weniger Einheimischen besucht und empfohlen wurde, neuen Glanz erhalten. Neben der Küche und Inneneinrichtung soll auch der Außenbereich umgestaltet werden. Das Amtsgericht Neumünster hatte im Herbst die Insolvenzverwaltung über das Vermögen der ehemaligen Betreiberin des Restaurants angeordnet. Die „Brückenterrassen“ waren nach dem Tod des Lebensgefährten der Ex-Chefin in Schwierigkeiten geraten. Er hatte sich fast 30 Jahre um die kaufmännischen Belange gekümmert.

Das Lokal am Nordufer des Kanals ist weit über die Region hinaus bekannt – nicht zuletzt durch die angeschlossene Schiffsbegrüßungsanlage.

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