Fussball : Borussia trotzt dem Favoriten ein Remis ab

Keinen Ball verloren geben: Borussias Alexander Naetebusch (re.) versucht, Süleymann Kavak das Leder abzunehmen.
Keinen Ball verloren geben: Borussias Alexander Naetebusch (re.) versucht, Süleymann Kavak das Leder abzunehmen.

Fußball-Kreisliga RD-ECK: Rendsburger erkämpfen sich einen Punkt gegen Titelanwärter Schinkel / Lebenszeichen des TSV Lütjenwestedt

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10. November 2013, 23:52 Uhr

Nach großem Kampf trotzte Aufsteiger Borussia 93 Rendsburg dem ersten Anwärter auf die Meisterschaft aus Schinkel ein 1:1 ab. Damit rangiert die Truppe von Dirk Fischoeder auf einem guten Mittelfeldplatz in der Fußball-Kreisliga und dürfte so kaum etwas mit dem Abstieg zu tun bekommen. Mitten drin im sportlichen Überlebenskampf stecken der TSV GH Lütjenwestedt und der TSV Borgstedt. Im direkten Duell dieser beiden Teams sendete der TSV Gut-Heil mit einem 5:1-Sieg ein deutliches Lebenszeichen. Aber auch der Osterrönfelder TSV II ließ im Tabellenkeller aufhorchen und holte beim zuletzt gut aufgelegten TuS Jevenstedt einen Punkt.

Borussia 93 Rendsburg – 1. FC Schinkel 1:1 (0:0)

„Ich bin super stolz auf meine Mannschaft“, gab 93-Coach Dirk Fischoeder nach der Partie zu. Das konnte er auch sein. Nicht nur, dass man dem Liga-Primus einen Punkt abgeknöpft hatte, nein auch darauf, wie man aufgetreten ist. Mit viel Kampf und Willen stemmten sich die Rendsburger gegen die spielstarken Schinkler, sodass der FC in der ersten Hälfte keine nennenswerten Chancen zu verzeichnen hatte. Kurz nach dem Seitenwechsel ging die Heimmannschaft sogar in Führung (50.). Doch danach wurde der Druck der Gäste spürbar stärker und die Borussia kam kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus. „Nach der Führung haben die Schinkler gut gedrückt und haben den verdienten Ausgleich erzielt. Am Ende hätten wir sogar noch den Siegtreffer erzielen können“, so Fischoeder, der mit Lob für sein Team nicht sparte: „Das war eine klasse Mannschaftsleistung. Die Vorgaben wurden super umgesetzt. Mit dieser Leistung müssen wir uns auch nächste Woche im Derby in Rotenhof nicht verstecken.“

Tore: 1:0 Robin Grell (50.), 1:1 Rkhami Ahmed Berrada (76.).

TuS Jevenstedt – Osterrönfelder TSV II 1:1 (0:1)

Trotz einer guten Leistung musste der TuS Jevenstedt einen Rückschlag bei der Aufholjagd auf die Spitzenplätze hinnehmen. Gegen den Osterrönfelder TSV II ließ die Mannschaft von Trainer Michael Rohwedder zu viele Chancen liegen und musste sogar einem frühen Rückstand hinterherlaufen. Auch in der zweiten Hälfte änderte sich wenig am Spielverlauf. Die Heimmannschaft drückte auf das Gästetor, konnte die Chancen aber nur einmal in ein Tor ummünzen. „Wir hatten Möglichkeiten für drei Spiele“, wusste TuS-Coach Michael Rohwedder, der den vergebenen Möglichkeiten hinterher trauerte. „Wir haben einen Big-Point verpasst. Im Endeffekt ist das wie eine mittelschwere Katastrophe, dass wir nicht gewonnen haben. Wir wollten eigentlich weiter oben anklopfen.“

Tore: 0:1 Marko Eggers (15.), 1:1 Timo Klug (84.).

TSV Gut-Heil Lütjenwestedt – TSV Borgstedt 5:1 (2:1)

Im Duell zweier Abstiegsaspiranten ging es überraschend deutlich zu. Von Anfang an übernahm die Heimmannschaft die Kontrolle über die Partie und kaufte den Gästen den Schneid ab. „Bei uns waren ein paar Spieler dabei, die vorher schon zweistellig gewonnen haben und dementsprechend sind die dann auch aufgetreten. Einfachste Sachen sind uns heute nicht gelungen. Wir haben gespielt wie ein Absteiger“, gab Borgstedts Trainer Torben Bahr, zu. „Das 5:1 war leistungsgerecht. Ohne Kampf und Einsatz kann man so ein Duell einfach nicht gewinnen.“

Tore: 1:0 Benjamin Wildberger (2.), 1:1 Christopher Stocks (30.), 2:1 Jan Bünger (43.), 3:1 Lukas Holling (53.), 4:1 Arne Rühmann (80., FE), 5:1 Wildberger (85.)
Gelb-Rote Karte: Michael Schmidt (82.; wdh. Foul; Borgstedt).

TSV Vineta Audorf – VfR Eckernförde 4:1 (2:1)

Trotz der guten letzten Ergebnisse der Vineten will Coach Norman Bock noch nicht weiter nach oben gucken. „Die nächsten Gegner sind einfach zu stark. Wenn wir da ordentlich punkten, können wir darüber reden. Vorher nicht.“ Nur zu Beginn gestaltete sich die Partie noch ausgeglichen und die Gäste gingen sogar mit 1:0 in Front. Doch danach übernahm der Gastgeber mehr und mehr die Kontrolle über die Partie und drehte das Spiel noch vor der Pause auf 2:1. „In der Phase hätten wir noch deutlich mehr Tore erzielen können. Nach dem Seitenwechsel waren wir noch überlegener. Vom VfR kam fast gar nichts mehr.“ Das nutzte der TSV aus und erhöhte noch auf 4:1. „Wir haben endlich mal unsere Klasse ausgespielt und auch in der Höhe verdient gewonnen“, so Bock.

Tore: 0:1 Christoph Kommorovski (18.), 1:1 Tim Kluck (20.), 2:1, 3:1 Marc Rölke (23., 48.), 4:1 Kluck (75.).

TSV Waabs – Osdorfer SV 1:3 (0:2)

Immer tiefer in den Abstiegsstrudel rutscht die Mannschaft von Matthias Daniel. Leblos traten die Gastgeber aus Waabs stellenweise auf und offenbarten große Mängel im Defensivbereich. „Jeder von uns macht im Moment kleine Fehler, die sich am Ende summieren“, sagte Daniel. „Wir wollten unbedingt spielen und ich hätte nie damit gerechnet, dass wir heute verlieren.“ Bereits in der ersten Hälfte war das Spiel vorentschieden, als der OSV durch zwei Tore in Führung gegangen war. Der TSV kam zwar auch zu klaren Möglichkeiten, vergab diese aber meist kläglich. „Das war in der ersten Halbzeit eine ganz schlechte Leistung von uns. Wir stehen hinten einfach nicht sicher und verlieren viel zu schnell den Ball. Nach dem Wiederanpfiff wurde es dann zumindest etwas besser“, so Daniel. Doch auch die Leistungssteigerung konnte trotz langer Überzahl eine Niederlage nicht mehr abwenden. „Das ist ein weiterer Rückschlag, so wie wir im Moment auftreten gewinnt man einfach nichts.“

Tore: 0:1 Jan Zimmer (16., FE), 0:2 Marc Mohr (37.), 1:2 Henrik Schmidt (61.), 1:3 Mohr (75.).
Rote-Karte: Sebastian Möhl (57.; grobes Foul; OSV).

TSV Karby – TuS Bargstedt 0:1 (0:0)

Ein hartes Stück Arbeit wartete auf die Bargstedter beim „Favoriten-Schreck“ aus Karby. Trotz Überlegenheit kam der TuS gegen diszipliniert spielende Karbyer zu wenigen großen Chancen und verpasste es so, vor dem Seitenwechsel ein Tor zu erzielen. Nach der Halbzeitpause war es Mathis Döring, der mit dem Tor des Tages die Erlösung für den Favoriten brachte (52.). „Es war klar, dass es kein leichtes Spiel wird. Wir wollen mal alle auf dem Teppich bleiben und sind na klar auch glücklich über einen knappen Sieg. Wir wissen aber, dass wir uns in den nächsten Partien steigern müssen, um weiter oben dranzubleiben“, mahnte TuS-Coach Frank Wolter. Am Ende wurde es für die Wolter-Elf noch einmal eng, als Karby gleich mehrere gute Möglichkeiten liegen ließ.

Tore: 0:1 Mathis Döring (52.).

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