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Gemeindevertreter enttäuscht : Borgstedt will an Planungen direkt beteiligt werden

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Rader Hochbrücke ist für die Gemeinde Borgstedt von existentieller Bedeutung. Ein Neubau im Süden wäre noch näher dran am Dorf.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 06:00 Uhr

„Wir wollen über die Planungen über einen Ersatz der maroden Rader Brücke nicht nur über die Zeitung informiert werden, sondern direkt daran beteiligt werden“, forderte Bürgermeister Gero Neidlinger. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Borgstedt teilte er mit, dass er dieses in einem Brief an den Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer deutlich gemacht habe.

„Wenn eine neue Brücke südlich der alten gebaut wird, liegt diese noch näher am Dorf“, sagte er gegenüber der Landeszeitung. Die Brücke sei für Borgstedt von existentieller Bedeutung. „Deshalb wollen wir von den ersten Planungen ab beteiligt sein.“

Für einige Aufregung hatte im Dorf die „gelbe Karte“ gesorgt, die Grundstückseigentümer erhielten, die ihrer Pflicht zur Reinigung von Gehwegen und dem Zurückschneiden von Büschen nicht nachkamen. „Wir haben ganz dezent auf diese Verpflichtung hingewiesen, aber einige Bürger haben sich trotzdem darüber aufgeregt“, sagte Neidlinger. Die Gemeindevertretung hat beschlossen, dass der zuständige Ausschuss im kommenden Jahr an drei Terminen eine Begehung planen soll. Am 15. Mai, am 15. Juli und am 15. September wird überprüft, ob die Grundstückseigentümer ihren Pflichten nachgekommen sind.

Es gebe in Borgstedt immer mehr ältere Menschen, die den vorgeschriebenen Winterdienst nicht mehr selbst leisten könnten, stellte Neidlinger fest. Deshalb habe die Gemeinde nach einem Unternehmer gesucht, der das Schneeräumen und Streuen der Gehwege als Sammelauftrag übernimmt. „Wir haben eine Firma gefunden, die diese Dienstleitung anbieten will, wenn mindestens 2000 laufende Meter in Auftrag gegeben werden“, teilte der Bürgermeister mit. Die Arbeit würde nach Aufwand berechnet, nicht als Pauschale. „30 laufende Meter würden bei zehn Einsätzen 72 Euro kosten“, nannte Neidlinger als Beispiel. Über das „Dörpsblatt“ sollen die Einwohner jetzt über das Angebot detailliert informiert werden.

 

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