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Fussball-Kreisliga : Borgstedt und Lütjenwestedt droht der Abstieg

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im zweiten Teil des Rückblicks in der Fußball-Kreisliga stehen die Teams auf den Plätzen neun bis 16 im Fokus. Schlusslicht TSV Lütjenwestedt und der Vorletzte TSV Borgstedt dürften es schwer haben, den Abstieg noch zu verhindern.

Während das Titelrennen in der Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde bis zum Saisonende offen scheint, dürften mit dem TSV Borgstedt und dem TSV Gut-Heil Lütjenwestedt die beiden Regelabsteiger bereits gefunden sein. Lediglich die Frage, ob wegen der gleitenden Skala mehr als zwei Mannschaften den Gang in die Kreisklasse A antreten müssen, verspricht Spannung. Im zweiten des Rückblicks stehen die Teams auf den Plätzen neun bis 16 im Fokus.

Borussia 93 Rendsburg


Nach 17 Spielen rangiert der Aufsteiger auf Platz neun. „Mit diesem Rang sind wir absolut zufrieden“, sagt Trainer Dirk Fischoeder. Doch für die Borussen war auch mehr drin, denn das Spiel beim abstiegsbedrohten Osterrönfelder TSV II ging mit 3:5 verloren. „Da hat es uns an der nötigen Konzentration gefehlt“, ärgert sich Fischoeder noch heute. Eine bessere Platzierung ist auch auf einige Verletzungen zurück zu führen. So fielen mit Dennis Matthiessen, Cristian Perez, Patrick Kühn und Rene´ Philippsen eine Reihe von Stammspielern über mehrere Wochen aus. Das Ziel heißt weiter Klassenerhalt. Mit helfen sollen dabei auch die Neuzugänge Bastian Ross, Emre Kaya, Patrick Nielsen, Özkan Altin, Sven Eisele und Oliver Fischer (alle FC Fockbek). Dann ist wohl auch der Ärger über den kurzfristigen Wechsel von Kapitän und Torjäger Robin Grell zum Ligakonkurrenten TuS Rotenhof verraucht. „Sein Verhalten hat mich persönlich sehr getroffen“, war der Wechsel Grells für Fischoeder die größte Enttäuschung der bisherigen Saison.

Osdorfer SV


Vergleichbar mit der Spannungskurve eines schlechten Romans war die Hinrunde der Osdorfer: Guter Einstieg, dürftiger Mittelteil und ein versöhnliches Ende. Auch die Gefühlslage von Trainer Jens-Uwe Lorenzen war zwiegespalten. „Am Anfang dachten wir, dass es eine ruhige Saison werden könnte. Ohne jegliche Abstiegssorgen.“ Doch davon musste Lorenzen schnell abweichen und merken, dass seine junge Mannschaft noch nicht so weit war. Während man sich am 4. Spieltag noch auf dem dritten Platz befand, rutschte man schon wenige Wochen später auf Tabellenplatz 13 ab. Auch die Tordifferenz stimmt den OSV nicht zufrieden. Während man mit 35 erzielten Treffern noch zufrieden sein kann, sind 40 Gegentore doch ein paar zu viel. Gleich in vier Spielen kassierte man mehr als fünf Tore. „Unsere Defensive ist einfach der Schwachpunkt. Wir sind so ein bisschen zwischen Genie und Wahnsinn. Umso wichtiger ist, dass wir uns am Ende wieder gefangen haben“ bilanziert Lorenzen, der weiter an dem Saisonziel „einstelliger Tabellenplatz“ festhält.


TSV Karby


Nach guten Ergebnissen zum Beginn der Saison war der Abschluss der Hinrunde doch eher durchwachsen. Die Siege gegen die SG Felde/Stampe (2:1) und beim ESV II (3:2) blieben Jens Scharnowski allerdings bis zum Ende positiv in Erinnerung: „Nach einem 0:2-Rückstand noch 3:2 zu gewinnen, zeugt von einer guten Moral meiner Mannschaft. Dieser Sieg hat uns sehr viel Selbstvertrauen für die anschließenden Spiele gegeben“, sagt der TSV-Coach. Nach dem 12. Spieltag hatten die Karbyer bereits 20 Punkte auf dem Konto und befanden sich in Sichtweite zu den Spitzenplätzen. Doch anschließend ging es bergab mit der Elf aus Schwansen. Fünf Spiele ohne Sieg sollten folgen, sodass der TSV am Ende 22 Punkte zu verzeichnen hatte, doch dafür wusste Scharnowski einen Grund: „Wir hatten stellenweise zehn Spieler, die uns nicht zur Verfügung standen. Vielleicht wäre ohne die Verletzungen mehr möglich gewesen.“


TSV Waabs


Nach dem nur knapp verpassten Aufstieg in der vergangenen Saison startete der TSV Waabs gut in die neue Spielzeit und war nach den ersten Partien wieder oben in der Tabelle zu finden. Doch danach kam der Einbruch und viele Begegnungen gaben die Waabser trotz Führung und Überlegenheit noch aus der Hand. Auch die Verletztenliste der Mannschaft von Matthias Daniel war oft lang. Darunter wichtige Stammkräfte, wie Marcel Pommerening und Andre Figge, der aufgrund eines Kreuzbandrisses voraussichtlich noch bis zum Saisonende fehlen wird. Der zwölfte Rang mit 21 Punkten ist alles andere als zufriedenstellend für den TSV. „Das ist eindeutig zu wenig. Wir haben uns diese Saison mehr erhofft“, weiß auch Daniel. „Wir haben zu oft Punkte liegen gelassen.“ Gerade der zunehmende Druck nach einigen sieglosen Spielen war ausschlaggebend für den Waabser Coach. „Da fehlte uns einfach die Lockerheit. Alle sind mit anderen Ansprüchen in die Saison gegangen.“ Jetzt will man erstmal versuchen, den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu vergrößern. Der ohnehin schon kleine Kader der Elf aus Schwansen wird auch in der Winterpause einen wichtigen Leistungsträger verlieren. Kapitän Maik Schönenberg wird die Mannschaft verlassen.


VfR Eckernförde


Von Anfang an konnten die Eckernförder nicht an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen und gehen mit großen Abstiegssorgen in die Rückrunde. Hohe Niederlagen und eine geringe Trainingsbeteiligung waren mitverantwortlich für den Abgang von Trainer Marcus Koßmann. Die drauffolgende 0:5-Klatsche im Stadtderby gegen den ESV II war der Tiefpunkt der Saison. Anschließend übernahm ein altbekannter Eckernförder das Zepter. „Dieser Schnitt war einfach notwendig. Es passte von beiden Seiten nicht mehr. Das war nicht allein die Schuld des Trainers“, stellt Sven Peetz, 1. Vorsitzender des VfR klar. „Die Einstellung einiger Spieler stimmte einfach nicht mehr. Da muss sich jeder an die eigene Nase fassen.“ Doch auch unter Neu-Trainer Arne Witt waren die Leistungen oftmals zu inkonstant. Mit ihm kam in Thorsten Weiß ein weiteres bekanntes Gesicht an den Wulfsteert. Weiß soll in der Rolle des technischen Leiters als Bindeglied zwischen Spieler, Trainer, Betreuer und Vorstand fungieren.

Osterrönfelder TSV II


Auf den neuen OTSV-Coach Matthias Klein wartete eine riesige Aufgabe. Dessen war er sich bewusst und ging zusammen mit „Perry“ Peretzke das Unternehmen „Klassenerhalt“ mit viel Engagement an. Beiden war klar – auf Grund der Abgänge so leistungsstarker Spieler wie Torwart Björn Schlunke und Top-Torjäger Tim Kluck (beide TSV Vineta Audorf) sowie Nils Krug (TSV Groß Vollstedt) war Platz sechs der Serie 2012/13 nicht zu wiederholen. Klein fiel die schwierige Aufgabe zu, eine fast komplett neue Mannschaft aufzubauen. Die Routiniers Owe Bosholm und Marc Rengers sollten dabei als Führungsspieler fungieren. Soweit sie mitspielten, wirkte sich das auch positiv auf die Mannschaft aus. Klein: „Wenn sie nicht dabei waren, haben wir Rückschläge hinnehmen müssen.“ Insgesamt hat der OTSV-Trainer 38 Spieler eingesetzt. „Wir sind sehr selten mit der gleichen Mannschaft aufgelaufen. Aufgrund dessen konnte sich dann auch kein gutes Zusammenspiel entwickeln.“ Soweit es keine terminlichen Überschneidungen gab, wurden auch Spieler aus dem Ligakader eingesetzt. „Entscheidend aber hat uns das auch nicht voran gebracht. Das war auch nicht unbedingt zu erwarten, es war aber immer einen Versuch wert“, sagt Klein. Enttäuscht zeigte sich Klein besonders von den hohen Niederlagen gegen beim Osterbyer SV (1:7), TuS Bargstedt (1:7) und TSV Vineta Audorf (1:5). „Da haben wir uns zu früh aufgegeben“, meint Klein, der jedoch mit seinem Team auch überraschende Resultate mit 1:1 beim TuS Jevenstedt und dem 2:2 zu Hause gegen den Spitzenreiter TuS Rotenhof feierte.

TSV Borgstedt


Trotz des Tabellenplatzes ist die Stimmung beim Aufsteiger nicht auf dem Tiefpunkt. Trainer Torben Bahr und seinen Spielern war bewusst, dass die Kreisliga höhere Anforderungen stellt. Die Erwartung an die Serie sieht Bahr nicht als erfüllt an, auch nicht nur annähernd. Ein paar Punkte mehr hatte er seiner Mannschaft schon zugetraut. Die magere Bilanz von sieben Zählern führt Bahr auf zu viele Ausfälle von Leistungsträgern zurück. Ein Manko war auch die unzureichende Effektivität vor dem gegnerischen Tor. „Immer wieder gab es Großchancen, doch die haben wir ausgelassen“, bemängelt Bahr. Mit 18 Toren in 17 Spielen stellen die Borgstedter den schwächsten Angriff der Liga. In der Abwehr führten immer wieder vermeidbare Fehler zu Niederlagen. Zufrieden ist Bahr mit der Trainingsbeteiligung, dem Teamgeist, dem Einsatz und der Lernbereitschaft seines Kaders. Das Ziel ist eine solide Rückrunde zu spielen und damit die Klasse zu halten. Dazu sollen auch die Neuzugänge Lean Leisner (SV Holtsee), Chris Harder (Brekendorfer TSV), Alexander Hochweiß (FC Fockbek) und Maximilian Schwark (eigene Jugend) beitragen.

TSV GH Lütjenwestedt


In den Reihen des TSV war eine harte Saison erwartet worden. „Angesichts unseres Tabellenplatzes haben wir das Ziel natürlich nicht erreicht“, erklärt TSV-Obmann Arne Rühmann, der auch immer noch dabei ist. Auf seine Routine kann der TSV gerade in der gegenwärtigen Lage nicht verzichten. Zum letzten Tabellenplatz haben nach Einschätzung von Rühmann besonders die vielen individuellen Fehler geführt. Auch wurden die Vorgaben des Ex-Trainers Carsten Lähn nur unzureichend umgesetzt. „Die Mannschaft hat einfach unter ihren Möglichkeiten gespielt“, meint Rühmann. Positiv ist jedoch, dass die Mannschaft zusammenhält und die Bereitschaft, sich noch zu retten, fest vorhanden ist. Dazu könnten auch die A-Jugendlichen Max Hadenfeldt, Pjotr Nottelmann, Thorben Pietryk und Finn Timmermann beitragen. Sie haben sich gut eingefügt. Mit der Zahl ihrer Einsätze in der Liga, so hofft Rühmann, werden sich die Youngster immer besser an die neuen Begebenheiten in der Kreisliga gewöhnen.
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