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Fussball-Kreisklasse : Borgstedt gefällig, aber nicht effektiv

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der TSV lässt gegen den neuen Tabellenführer Eckernförde IF die Durchschlagskraft vermissen.

Am 5. Spieltag der Fußball-Kreisklasse A hat es einen Führungswechsel gegeben, weil der bisherige Spitzenreiter SV GW Todenbüttel überraschend gegen den Aufsteiger TSV Groß Vollstedt strauchelte (3:5). Davon profitierte Eckernförde IF, der gegen den TSV Borgstedt mit 4:1 gewann. Den ersten Sieg feierte Kreisligaabsteiger TSV GH Lütjenwestedt beim Tag der offenen Tür in Brekendorf (8:6). Als einzige Mannschaft noch ohne jedes Erfolgserlebnis ist dagegen der TSV Rieseby, der mit 1:4 beim Osterrönfelder TSV II unterlag.

Eckernförde IF – TSV Borgstedt 4:1 (2:1)

Die Eckernförder übernahmen mit diesem verdienten Sieg die Tabellenführung. „Wir nutzten unsere klaren Möglichkeiten, und defensiv ließen wir wenig zu“, freute sich IF-Coach Toni Fahn über das Gesamtpaket. Gegen robust, aber nie unfair agierende Gäste hielt die Heimelf überwiegend spielerisch dagegen. Der TSV kombinierte bis zum Strafraum gefällig, blieb dann allerdings in der sattelfesten IF-Abwehr, mit Ausnahme des Anschlusstreffers in der 45. Minute, fast immer hängen. Zum Mann des Tages auf Seiten der Hausherren avancierte Maximilian Möller, der mit drei Treffern maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte. Michele Heidrich glänzte dagegen zwei Mal als Vorbereiter.
Tore: 1:0 Möller (17.), 2:0 Oliver Oetker (37.), 2:1 Lean Leisner (45.), 3:1, 4:1 Möller (65., 87.).

TuS Rotenhof II – SV Felm 1:4 (0:1)

Rotenhofs Trainer Carsten Hildebrandt ließ in seinem Fazit keinen Zweifel am verdienten Gästesieg aufkommen: „So stark wie wir die ersten zehn Minuten begonnen haben, so stark haben wir anschließend nachgelassen.“ Logische Konsequenz: der verwandelte Foulelfmeter von Henrik Listner zum 0:1 nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum (20.). Bis zur Pause hielt TuS-Keeper Nori Wiepert sein Team noch im Spiel, ehe Listner, erneut mit einem Treffer vom Punkt, die Vorentscheidung erzielte (48.). „Heute hat man gesehen, dass es für uns nur um den Klassenerhalt gehen wird“, schätzt Hildebrandt die Aussichten, nach dem ersten Spiel gegen eine Spitzenmannschaft, realistisch ein.
Tore: 0:1, 0:2 Listner (20., 48., FE), 0:3 Christopher Grube (53.), 0:4 Listner (70.), 1:4 Tobias Klein (80.).

SV GW Todenbüttel – TSV Groß Vollstedt 3:5 (1:3)

Die Grün-Weißen bezogen ihre erste Saisonniederlage aufgrund einer zu schwachen ersten Halbzeit. „Unser Team war zunächst gar nicht richtig auf dem Platz und ließ insbesondere beim Stellungsspiel viele Schwächen erkennen“, glaubt GW-Sprecher Dieter Krompholz, dass man den Aufsteiger insgesamt wohl unterschätzt hat. Ein Doppelschlag von Stephan Krug (10., 11.) sorgte für lange Gesichter auf Seiten der Heimelf. Im zweiten Durchgang investierte man wesentlich mehr. Als der Ausgleichstreffer zum 3:3 (69.) fiel, schien aus Sicht des Gastgebers ein Happyend möglich. „Die Rechnung haben wir allerdings ohne die konterstarken Gäste gemacht“, so Krompholz.
Tore: 0:1, 0:2 S. Krug (10., 11.), 1:2 Jannes Backenhaus (34.), 1:3 Florian Medewitz (43.), 2:3, 3:3 Jonas Lüdeke (55., 69.), 3:4 S. Krug (82.), 3:5 Nils Plautz (90.).

SSV Bredenbek – TuS Jevenstedt II 3:2 (1:0)

SSV-Betreuer Marco Holste hatte zur Abwechslung mal wenig zu meckern. „Mit Ausnahme der selbstverschuldeten Gegentreffer ließen wir gegen harmlose Gäste eigentlich nichts zu.“ Zum Mann des Tages auf Seiten der Gastgeber avancierte der erst 18-jährige Philipp Kriesten, der vom TuS nie in den Griff zu bekommen war. In der 26. Minute konnte sein Schuss noch auf der Linie gerettet werden, aber mit dem 1:0 (30.) bewies er endgültig sein großes Talent. Als Christian Lohse schließlich kurz nach Wiederbeginn auf 2:0 erhöhte (47.), schien die Partie gelaufen, doch zwei individuelle SSV-Fehler, die zum 1:2 (55.) und 2:3 (85.) führten, ließ kurzfristig noch einmal ein wenig Spannung aufkommen.
Tore: 1:0 Kriesten (30.), 2:0 Lohse (47.), 2:1 Gerrit Buchholz (55.), 3:1 Kriesten (68.), 3:2 Bennet Rohwer (85.).

Gettorfer SC II – SSV Nübbel 0:4 (0:1)

Mit dem letzten Aufgebot hatte die GSC-Reserve gegen den Aufsteiger trotz zweier guter Möglichkeiten durch Tim Schidelnik in der Anfangsphase nichts zu bestellen. „Das Ergebnis geht vollkommen in Ordnung“, lautete das Fazit von Gettorfs Trainer Karsten Bengius, dem momentan acht Stammkräfte nicht zur Verfügung stehen. „Ohne die sechs Alt-Liga-Spieler, die sich trotz nächtlicher Feier zur Verfügung gestellt haben, hätte ich die Partie absagen müssen“, dankte Bengius den erfahrenen Haudegen. Eine halbe Stunde konnte seine Elf die Null halten, dann war Collin Potschko mit dem 0:1 zur Stelle (30.). Als Tim Rahtjens per Doppelpack traf (63., 65.), war die Begegnung endgültig entschieden, auch weil die Heimelf konditionell immer mehr abbaute.
Tore: 0:1 Collin Potschko (30.), 0:2, 0:3 Tim Rathjens (63., 65.), 0:4 Niklas Barüske (68.).

FC Fockbek – FSV Friedrichsholm 3:2 (1:0)

So richtig zufrieden war Fockbeks Sprecher Steffen Sievers eigentlich nur darüber, dass man die drei Punkte geholt hat. „In den vergangenen Partien haben wir uns immer etliche Chancen herausgearbeitet, und das war heute eher selten zu sehen“, so Sievers, der diesen Umstand auf die Feierlichkeiten zum „Rendsburger Herbst“, aber auch auf die Tatsache zurückführte, dass einige angeschlagene Stammkräfte zunächst geschont wurden. So profitierte man nach 21 Minuten von einem Torwartfehler, und die insgesamt recht einseitige Begegnung entschied der gerade eingewechselte Timo Hilbert erst in der Schlussviertelstunde (75.).
Tore: 1:0 Piet Schulz (21.), 2:0 Hilbert (75.), 3:0 Jean-Phillipe Wagner (85., FE), 3:1 Sven Danlowski (90., FE), 3:2 Kristoph Möller (90.+2).

Brekendorfer TSV – TSV GH Lütjenwestedt 6:8 (1:4)

Beim Duell zweier bisher siegloser Mannschaften kamen die Zuschauer aufgrund eines Offensivspektakels voll auf ihre Kosten. Den Grundstein für den ersten Dreier legte der Kreisligaabsteiger durch eine komfortable 4:1-Führung, die man mit in die Pause nahm. Der Gastgeber steckte jedoch zu keiner Zeit auf und kam kurz nach Wiederbeginn auf 3:4 (52.), und kurz vor dem Ende auf 6:7 (89.) heran. Beide Teams kannten nur eine Richtung und entblößten auf diese Weise ihre Abwehr. Das Ergebnis dieser Partie trug maßgeblich dazu bei, dass in der Kreisklasse A nach dem 5. Spieltag insgesamt schon 200 Treffer, im Schnitt fünf pro Spiel, erzielt wurden.
Tore: 0:1 Bennet Pöhls (12.), 0:2 Willem Schröder (34.), 0:3 Hendrik Kwaterski (39., ET), 0:4 Lukas Holling (43.), 1:4 Dennis Schneider (44.), 2:4 Hauke Drews (48.), 3:4 Schneider (52.), 3:5 Christian Henke (70.), 3:6 Till Rosenberg-Lakatsch (72.), 3:7 Lukas Holling (74., FE), 4:7 Nico Siemsen (76., FE), 5:7 Robert v. Lüttwitz (78.), 6:7 Frank Haak (89.), 6:8 Henke (90.+3).

Osterrönfelder TSV II – TSV Rieseby 4:1 (2:1)

Der OTSV, der nach diesem Sieg weiterhin ungeschlagen ist und auf Platz zwei vorrückte, tat sich gegen den Tabellenletzten schwer, auch wenn der Sieg nie ernsthaft in Gefahr geriet. „Wir haben viele Situationen einfach nicht clever genug gelöst“, bemängelte Betreuer Stefan Peretzke nicht nur die schwache Chancenverwertung. Dennoch gelang durch Liga-Leihgabe Eike Schneider (17.) und Sebastian Krüger, der nach schöner Einzelleistung zum 2:0 traf (20.), eine beruhigende Führung. „Nächste Woche in Felm werden wir spielerisch eine Schippe drauf legen müssen“, schaute Peretzke bereits voraus.
Tore: 1:0 Schneider (17.), 2:0 Krüger (20.), 2:1 Florian Stuber (32.), 3:1 Schneider (46.), 4:1 Daniel Just (90.+2).
Rote Karte: Per Mielke (86., Nachtreten, TSVR).

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