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Einsatz auf der Autobahn : „Bombe“ auf A7 entpuppt sich als leeres Rohr

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Urlauber im Stau applaudieren dem Kampfmittelräumdienst.

shz.de von
erstellt am 26.Jun.2017 | 18:52 Uhr

Völlig unscheinbar, aber dennoch hochverdächtig: Ein graues, rund 35 Zentimeter langes und an beiden Enden mit Deckeln verschraubtes Rohr hat am vergangenen Sonnabend für einen Großeinsatz auf der Autobahn 7 zwischen dem Kreuz Rendsburg und der Anschlussstelle Warder gesorgt. Das Rohr lag auf dem Seitenstreifen der Fahrbahn Richtung Norden. Dort fiel es einer Streifenwagenbesatzung während einer Routinefahrt auf. Bei näherer Betrachtung kamen die Beamten zu dem Schluss, dass es sich um eine Rohrbombe handeln könnte. Sie handelten sofort, um 11.50 Uhr wurde der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen gestoppt. Ein Sattelzug wurde in gehörigem Abstand zur mutmaßlichen Bombe auf der Fahrbahn als Barriere und Deckung quergestellt. Denn auf der A7 herrschte dichter Reiseverkehr. Viele der im Stau gefangenen Urlauber stiegen zwar aus ihren Fahrzeugen aus, leisteten den Anordnungen der Polizisten, ausreichenden Abstand zu halten, aber problemlos Folge. Insgesamt war das Verständnis für die Maßnahmen sehr groß. Ein Experte des Kampfmittelräumdienstes, der sich schließlich in einem Schutzanzug der mutmaßlichen Bombe näherte und zunächst eine Röntgenaufnahme davon machte, wurde mit großem Applaus bedacht und war Motiv für Dutzende von Handyfotos. Die Erleichterung war allen ins Gesicht geschrieben, als er schließlich Entwarnung gab und das merkwürdige Rohr vom Asphalt sammelte. Der zylindrische Körper war leer. Wie der Gegenstand auf den Standstreifen geriet, ist unbekannt. Nach knapp drei Stunden wurde die Autobahn wieder freigegeben. In Fahrtrichtung Nord hatte sich ein Stau von mehr als 15 Kilometern Länge aufgebaut, der sich nur langsam auflöste. In der Gegenrichtung war die Situation ähnlich.

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