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Fussball-Verbandsliga : Bohla will bleiben, aber nicht als Trainer

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Zukunft des Rendsburger TSV ist weiter ungewiss.

von
erstellt am 26.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Sechs Spiele vor dem Ende einer erneut turbulenten Saison, geht es für den Rendsburger TSV in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost eigentlich um nicht mehr viel. Der Abstand zur Tabellenspitze ist ebenso groß, wie der Vorsprung zur Abstiegsgzone. Für Interimstrainer Fritz Bohla aber geht es am Sonnabend im Heimspiel gegen den VfR Laboe (14 Uhr) um etwas, das hochwertiger ist als Punkte – es geht um die Ehre.

Die Unruhe im Verein beziehungsweise der Fußballabteilung ist nach wie vor vorhanden, ebenso die Ungewissheit mit Blick auf die Zukunft. Daher fordert Bohla: „Es geht in den letzten Partien darum, den Verein ordentlich zu präsentieren. Ich werde an die Ehre appellieren, um noch so viele Spiele wie möglich zu gewinnen.“ Und zumindest der inoffizielle Titel der besten Mannschaft im Altkreis Rendsburg ist noch zu vergeben. Der RTSV liegt noch vor dem Osterrönfelder TSV. Zwei Derbys aber stehen noch aus. „Die Duelle gegen den OTSV und gegen Büdelsdorf haben ja doch eine gewisse Brisanz“, weiß auch Bohla um die Rivalität. Morgen aber kommt der Gegner aus Laboe und der starke Aufsteiger geht sicherlich als Favorit in die Partie. „Ich habe sie damals beim BTSV gesehen. Das ist eine spielstarke Truppe“, sagt der RTSV-Coach. Die ohnehin angespannte Personallage verschärft sich zudem durch die möglichen Ausfälle von Mustafa Korkmaz (Magen-Darm-Infekt), Kerem Atamtürker (Zerrung) und Yetis Alaca (Bluterguss im Knie). „Im Moment geht es vornehmlich darum, elf fitte Spieler auf den Platz zu bringen, als sich um die Zukunft Gedanken zu machen“, so Bohla.

Aber genau das ist die Frage, die sich nicht nur das nähere Umfeld im Verein stellt, sondern die Fußballszene über die Stadtgrenzen hinaus interessiert. Ein aussagekräftiges Statement behält sich Fritz Bohla noch vor. Am 6. Mai soll es ein Gespräch geben, in dem die Weichen für die neue Saison gestellt werden sollen. Und Bohla ist nicht abgeneigt, sich auch weiterhin für den Verein zu engagieren. „Ich habe Lust und Spaß am Fußball“, sagt er. An der Seitenlinie wird man ihn über die laufende Spielzeit hinaus aber wohl kaum sehen. „Das habe ich eigentlich nicht vor“, so seine Antwort auf die Frage, ob er seine Zukunft als Trainer des RTSV sieht. Bohla möchte lieber dafür sorgen, dass der Club bessere Strukturen bekommt und der Jugendbereich verstärkt in den Fokus rückt. „Es gibt ganz viele Dinge, die in anderen Vereinen selbstverständlich, aber hier schlichtweg nicht vorhanden sind“, bemängelt er und ist mit dieser Kritik nicht der erste. Aber möglicherweise der erste, der an diesem Zustand etwas ändert, wenn er denn kein Einzelkämpfer bleibt.

Die Zeit drängt, auch wenn ein Stamm des aktuellen Kaders signalisiert hat, zu bleiben. Damit aber wird man keine Saison bestreiten können – und ohne Trainer erst recht nicht.

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