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Rendsburg Port : Bögl will ab Juli produzieren

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Richtfest wurde in der 277 Meter langen Werkshalle gefeiert. In Osterrönfeld sollen jedes Jahr bis zu 250 Fertigteile für Windkraftanlagen entstehen.

Zum Richtspruch gab es Champagner, nicht Korn. Im kleinen Festzelt wurden Brezel, Weißwurst und Sauerkraut gereicht, und vor der neuen Werkshalle flatterte die Flagge mit dem weiß-blauen Karo im eisigen Ostwind. Bayerische Lebensart prägte das Richtfest für die neue Bögl-Werkshalle am Rendsburg Port. Rund 100 geladene Gäste wohnten der Zeremonie im 277 Meter langen und bis zu 30 Meter hohen Rohbau in Osterrönfeld bei. Produktionsstart ist voraussichtlich am 1. Juli.

55 Millionen Euro investiert das im oberpfälzischen Neumarkt ansässige Unternehmen am Kanal. Einen „Meilenstein in der Entwicklung unserer Windkraft-Aktivitäten“, nannte Bögl-Gesellschafter Johann Bögl die Halle, in der noch in diesem Jahr bis zu 100 Hybridtürme aus Beton und Stahl für Windkraftanlagen gefertigt werden sollen. Der 39-jährige Geschäftsführer der Bögl-Gruppe freute sich über „die größte Einzelinvestition unteres Unternehmens“ und nannte im Interview mit der Landeszeitung die Gründe, warum der Konzern sich für den Standort im hohen Norden entschieden hatte (Seite 16).

Osterrönfelds Bürgermeister Bernd Sienknecht freute sich, „dass viele Unternehmen aus der Region eingebunden sind“ und lobte die „Professionalität“ und das Tempo, mit dem der Bau seit dem ersten Bagger-Aushub vor gut zehn Monaten vorangetrieben wurde. Diesen Ball nahm Rolf-Oliver Schwemer dankend auf. „Wenn in dem Tempo der Tunnel saniert würde, dann hätten wir keine Probleme“, sagte der Landrat. Der Kreis sei stolz, dass sich Bögl für die Fläche am Kanal entschieden habe. „Das ist für uns Verpflichtung, die Rahmenbedingungen zu schaffen, auch politisch.“

Zunächst sollen 200 Arbeitsplätze in der neuen Werkshalle und im Bürogebäude daneben entstehen. „Wir wollen im Juli voll betriebsbereit sein“, sagte Bögl-Sprecher Jürgen Kotzbauer. Die Auftragsbücher seien gefüllt. Um das zweite Hybridturmwerk am Bögl-Stammsitz in der Oberpfalz zu entlasten, werde man so früh wie möglich „Vollkapazität“ fahren. Man stelle bereits Fachkräfte ein.

Die Hybridtturm-Technik ermöglicht Nabenhöhen von 100 bis 150 Meter speziell für Windturbinen der 3-Megawatt-Klasse – bei einer Gesamtanlagenhöhe inklusive Rotor von bis zu 200 Metern. Kotzbauer: „Die direkte Nähe des Produktionswerks zum Rendsburg Port schafft beste Bedingungen für eine optimale Verladung der Turmsegmente auf das Schiff.“

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erstellt am 29.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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