Rendsburg-Eckernförde : Blitzer auf Rader Brücke: Kreis erhält die Bußgelder

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Das Land legt sich aber nicht fest, wann es die geplanten Dauer-Radarfallen aufstellt.

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10. Dezember 2014, 12:01 Uhr

Die Pläne des Landes, auf der Rader Hochbrücke Dauer-Radarfallen aufzustellen, könnten sich für den Kreis Rendsburg-Eckernförde lohnen. Nach derzeitigem Stand der Planungen müsste sich der Kreis nicht am Betrieb der Anlagen beteiligen. Die Verwaltung würde aber die Bußgelder erhalten, wenn Lastwagenfahrer die Geschwindigkeitsbegrenzung erheblich übertreten. Welche Technik eingesetzt werden soll, ist noch nicht klar. Auf einen Zeitpunkt, wann mit den Messungen begonnen wird, will sich das Innenministerium ebenfalls nicht festlegen. Bereits Mitte November hatte Verkehrsminister Reinhard Meyer seinen Amtskollegen aus dem Innenministerium, Stefan Studt, gebeten, die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 Kilometern pro Stunde für Lastwagen auf der Rader Hochbrücke konsequent durch die Landespolizei zu überwachen (wir berichteten). Das sei nötig, um die Belastung zu minimieren, damit die Brücke auch die Restlebensdauer von zwölf Jahren erreicht. In Meyers Brief an den Innenminister heißt es: „Von dem Grundsatz, dass ortsfeste Anlagen nur von den Kommunen im Rahmen ihrer Überwachungstätigkeit betrieben werden, sollte hier meines Erachtens abgewichen werden.“ Zudem bringt Meyer in dem Schreiben als Messverfahren die Abschnittskontrolle („Section Control“, siehe Info-Kasten) ins Spiel.

Ob dieses Verfahren angewendet wird, ist derzeit noch offen. „Gegenstand der Gespräche hinsichtlich einer konsequenten Geschwindigkeitsüberwachung auf der Rader Hochbrücke sind aber grundsätzlich alle in Betracht kommenden Überwachungsmöglichkeiten“, teilt Harald Haase aus dem Verkehrsministerium mit. Auch aus dem Innenministerium heißt es, dass die Prüfung durch das Landespolizeiamt gerade erst am Beginn stehe. Wann auch immer auf der Rader Hochbrücke geblitzt werde, die Bußgelder bekomme immer der Kreis, „egal, ob er oder die Polizei misst“, sagte Sprecher Thomas Giebeler zur Landeszeitung. Deshalb müsse er sich auch nicht am Betrieb von Radaranlagen beteiligen. Aus dem Verkehrsministerium heißt es jedoch, dass die Finanzierung noch geklärt werde.

Barbara Rennekamp aus der Kreis-Verkehrsbehörde weist darauf hin, dass bei den Kontrollen der Erhalt der Brücke im Vordergrund stehe. „Es geht nicht um das Geld.“ Sollte jedoch eine feste Radaranlage installiert werden, rechnet auch sie mit höheren Einnahmen, das haben ihr zufolge vergangene Messungen auf der Brücke gezeigt. Wenn Laster die Geschwindigkeitsbegrenzung um 16 Kilometer pro Stunde überschreiten, wird ein Bußgeld von 70 Euro fällig, ab 21 Kilometern pro Stunde sind es 80 Euro, ab 26 Kilometern pro Stunde 95 Euro und ab 31 Kilometern pro Stunde werden 160 Euro berechnet.

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