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EMKENDORF : Blitzeinschlag: 30 Tage kein Festnetzanschluss

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Anwohner am „Zum Forellensee“ in Kleinvollstedt fühlen sich im ländlichen Raum von der Telekom benachteiligt.

30 Tage ist es her, dass Claus Ehlers zum letzten Mal über seinen Festnetzanschluss telefoniert hat. Ein Blitzeinschlag zu Pfingsten legte die Leitungen in Teilen Kleinvollstedts lahm. Seitdem ist der Anwohner am „Zum Forellensee“ nicht zu erreichen, das Problem wurde von Mitarbeitern der zuständigen Telekom noch nicht behoben. „So langsam haben wir die Nase voll“, betont der 72-Jährige.

Durch den Blitzeinschlag wurden zwei Kabel an vier Stellen beschädigt, teilte die deutsche Telekom auf Nachfrage mit. Bei jeder waren umfangreiche Tiefbauarbeiten notwendig. Ein weiteres Querkabel musste zusätzlich auf zehn Metern ausgewechselt werden. Diese Mehrfachbeschädigung verursachte die erschwerte Entstörung und letztendlich die Verzögerung. Der erste Anschluss wurde bereits am 30. Mai, der letzte Anschluss am 6. Juni entstört, so der Anbieter weiter. Dass Familie Ehlers nach wie vor nicht zu erreichen ist, liege daran, dass durch den Blitzeinschlag auch Geräte im Haus beschädigt wurden. Darunter der nötige Router. Auch die Auswechslung liegt im Zuständigkeitsbereich der Telekom. Doch die Arbeiten lassen auf sich warten. Nicht nur das, ärgert Claus Ehlers. „Ich war bereits zwei Mal im Laden in Rendsburg“, berichtet der ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete, „denn telefonisch erreicht man entweder niemanden oder man spricht jedes Mal mit einer anderen Person. Mein Problem muss immer wieder neu geschildert werden.“ Auskünfte, wann genau der Anschluss repariert wird, erhalte man nicht. „Man wird stattdessen immer wieder vertröstet.“ Sowohl wirtschaftlich als auch privat sei die Familie derzeit eingeschränkt. „Meine Frau und ich haben zwar beide Handys, aber unsere Nummern hat auch nicht jeder“, so Ehlers weiter.

Ein technischer Mitarbeiter soll diese Woche noch nach Kleinvollstedt kommen. Dann bleibt zu hoffen, dass die Familie wieder ans Netz angeschlossen wird. Dass seitdem gut ein Monat vergangen ist, sieht Claus Ehlers kritisch. Arbeiten in Städten oder größeren Kommunen hätten Vorrang, ist sich der Emkendorfer sicher, „der ländliche Raum wird hingegen bewusst abgehängt.“

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erstellt am 15.Jun.2016 | 14:44 Uhr

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