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Neue Wege zum Abschluss : „Blended-Learning“ gewinnt Preis – BBZ wird zur Modellschule

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

„Lernen mit digitalen Medien“. Bildungsministerin Britta Ernst begutachtet das Projekt in Rendsburg.

Medien, Internet, online sein; all das gehört heute zu unserem Alltag. Die neue Technik lässt sich allerdings nicht nur zur Unterhaltung nutzen. Auch in Büros und Schulen kommt sie immer öfter zum Einsatz. Das Bildungsministerium setzt nun gezielt Fördermittel ein, um die Nutzung an Schulen zu fördern. Zwölf Schulen in Schleswig-Holstein gingen als Sieger des Wettbewerbs „Lernen mit digitalen Medien“ hervor. Unter ihnen wird eine Gewinnsumme von 200  000 Euro aufgeteilt. Dabei erhält jede Schule den Anteil, den sie zur optimalen Förderung ihres Projektes braucht und wird zudem zur Modellschule. Die Projekte an den Schulen gelten als Vorreiter und sollen anderen Einrichtungen den Findungsprozess ersparen. Zu den Gewinnern zählt auch das BBZ Rendsburg-Eckernförde, das nun von der Bildungsministerin Britta Ernst besucht wurde. „Die Digitalisierung von Schulen ist eine Herausforderung. Nicht nur für die Einrichtung, sondern auch für die Lehrkräfte“, sagte die Ministerin bei dem Treffen. „Wir wollen erreichen, dass die Nutzung von digitalen Medien für die Schülerinnen und Schüler selbstverständlich wird.“

Bei dem Wettbewerb trat das BBZ mit dem Konzept des „Blended Learning“– verschmolzenen Lernens – an. „Angefangen hat das Projekt mit einer Kooperation der Universität in Lübeck“, schildert Projektleiter, Torge Indinger. Den Schülerinnen und Schülern des BBZ wurde die Möglichkeit gegeben, extern an einer Einführungsvorlesung des Mathestudiums der Lübecker Universität teilzunehmen. Da die Aktion klassenübergreifend stattfand, gestaltete sich die Terminfindung schwierig. Daraus entstand die Idee, dass die Vorlesung für die Schülerinnen und Schüler online zu sehen sein sollte. „Wir haben diesen Einfall dann weiterentwickelt und ein Programm aus drei Komponenten aufgebaut“, erzählt der Projektleiter. Neben dem klassischen Unterricht im Klassenzimmer, können sich die Jugendlichen zusätzlich auf einer online Plattform austauschen. Das sogenannte „E-Learning“ ermöglicht es so, dass Foreneinträge gemacht und Präsentationen hochgeladen werden können, die von allen an jedem beliebigen Ort mit Internetzugang abrufbar sind.

Der Clou des Projekts ist jedoch der dritte Bestandteil. Eine Art Konferenzschaltung für das Klassenzimmer. Die Schülerinnen und Schüler müssen nicht mehr im Klassenzimmer erscheinen, um unterrichtet zu werden, sondern können alle online an der Unterrichtsstunde teilnehmen. „Das macht unseren Standort attraktiver. Die Jugendlichen müssen nicht mehr jeden Tag hierher pendeln, sondern beispielsweise nur noch alle zwei Wochen“, schildert Torge Indinger die Idee. Der Online-Anteil des Unterrichts ermöglicht es dem BBZ Interessierten in einem größeren Umkreis die Teilnahme an den Kursen anzubieten. „Es soll niemandem Bildung verwehrt bleiben, nur weil der Wohnort nicht optimal ist. Unser Projekt ist der erste Schritt, um es für viele einfacher zu machen sich weiter zu bilden“, erklärte der Projektleiter.

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