Fussball-Verbandsliga : Blamage für den RTSV

Viel zu oft versuchte der RTSV, wie hier Serdzan Redzepovski (Mitte), durch Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen.
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Viel zu oft versuchte der RTSV, wie hier Serdzan Redzepovski (Mitte), durch Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen.

Jonas Heider rettet seine Mannschaft gegen das Tabellenschlusslicht Suchsdorf mit seinem Ausgleichstreffer in der 88. Minute.

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17. November 2013, 23:31 Uhr

Der Frust war aufgrund der mangelhaften Trainingsmöglichkeiten und der unfreiwilligen Spielpause in den beiden vergangenen Woche eh schon groß bei Christian Heider. Das blamable Heim-1:1 (0:1) gegen das Tabellenschlusslicht Suchsdorfer SV sorgte beim Trainer des Fußball-Verbandsligisten Rendsburger TSV für noch schlechtere Laune.

Der Verärgerung über das Ergebnis und die Leistung seiner Elf ließ er anschließend freien Lauf: „Ich bin enttäuscht. Was wir gespielt haben, war eine Katastrophe. Sicher waren die schlechten Trainingsbedingungen und die zweiwöchige Spielpause zu merken. Doch so kann sich eine Mannschaft nicht präsentieren.“ Und Mustafa Korkmaz setzte noch einen drauf. „Bei uns fehlte die Einstellung“, sagte Mannschaftskapitän des RTSV. Damit lag Korkmaz sicher nicht falsch. Der Gastgeber verfiel in ein eigentlich überwundenes Muster in präsentierte sich nicht als Mannschaft. Gegen Suchsdorf waren reichlich eigensinnige Solisten am Werk. Was Teamgeist bewirkt, stellten die Gäste eindrucksvoll unter Beweis, die mit einer tollen kämpferischen Leistung überzeugten und nur zwei Minuten von drei Punkten entfernt waren. Ramazan Kaya nutzte das kollektive Versagen der RTSV-Defensive zur frühen 1:0-Führung für die Gäste (14.), die sich nicht ausschließlich aufs Verteidigten verlegten und immer wieder versuchten nach vorne zu spielen.

Eine schöne Geschichte für einen Rendsburger aber schrieb die Partie dennoch. Nach 61 Minuten wechselte Christian Heider seinen jüngeren Bruder Jonas ein. Eigentlich war der Einsatz von Jonas Heider überhaupt nicht vorgesehen. Er hatte sich vor gut drei Wochen einer Blinddarm-Not-Operation unterziehen müssen. „Ich war nur zum Trainieren nach Rendsburg gefahren. Auf Grund der Operation war an einen Einsatz nicht zu denken. Aus Sicht der Ärzte kann ich erst in gut zwei Wochen spielen“, erklärte Heider. Es war der rettenden Schachzug für den RTSV, denn zwei Minuten vor dem Abpfiff war es ein strammer 18-Meter-Schuss Heiders, der im Netz des zuvor glänzend haltenden Gästetorhüteras Felix Opuku einschlug. Somit kamen Heider und seine Teamkollegen immerhin zu einem Zähler.

Rendsburger TSV: Wiechert – Ja. Heider, Herzig, Müller, Atamtürker (72. Sievers) – Schnepel, Lehmann, S. Redzepovski (46. Cavdar), M. Redzepovski – Ma. Korkmaz (61. Jo. Heider) Mu. Korkmaz.
Schiedsrichter: Kurtovic (PSV Flensburg).
Zuschauer: 50.

Tore: 0:1 Kaya (14.) 1:1, Jo. Heider (88.).

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