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Handball-Oberliga der Frauen : Blamage auf ganzer Linie: Kropp/Tetenhusen verliert beim Tabellenletzten

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG Kropp/Tetenhusen blamierte sich beim Tabellenletzten der Handball-Oberliga der Frauen. Der Spitzenreiter, der das Hinspiel mit 37:8 gewonnen hatte, verlor am Sonntag bei der SG Niendorf/Wandsetal mit 23:24.

„Erster gegen Letzter: Was soll da schon schief gehen?“, fragte die Landeszeitung im Vorfeld der Partie in der Handball-Oberliga der Frauen zwischen Spitzenreiter HSG Kropp/Tetenhusen und Schlusslicht SG Niendorf/Wandsetal. Die Antwort muss lauten: Alles! Bei den Gästen ging wirklich alles daneben, was daneben gehen konnte. Die HSG verlor beim abgeschlagenen Tabellenletzten mit 23:24 (8:12). Keine Abwehr, kein Angriff, keine Einstellung, keine Leidenschaft, kein Tempospiel. Die Kropperinnen erlebten einen Totalreinfall auf der ganzen Linie. Ein ellenbogentiefer Griff in die Keramik. Die eisige Stimmung nach Abpfiff bei Trainerteam und Spielerinnen passte zu den frostigen Temperaturen in der Sporthalle am Sachsenweg in Niendorf. Coach Lena Leptien tat sich schwer, Worte für das Grauen zu finden. „Das war blamabel. Wir haben einfallslos gespielt, viele klare Chancen liegen gelassen“, grantelte eine enttäuschte Trainerin. Zur Erinnerung: Im Hinspiel zerlegte die HSG die Hamburgerinnen in der Geestlandhalle mit einem 37:8-Rekordsieg.

Die jetzige Niederlage ist umso ärgerlicher für den Klassenprimus, da Verfolger ATSV Stockelsdorf am Sonnabend in Altenholz verlor. Mit einem Sieg in Niendorf hätten die Kropperinnen einen Riesenschritt in Richtung Meisterschaft machen können. So aber beträgt der Vorsprung weiterhin „nur“ drei Punkte. „Es bleibt spannend“, stellte Leptien fest. Wichtig war ihr, nicht nach Ausreden für die Schmach zu suchen. Weder an den eisigen Temperaturen, noch an der ungeliebten Anwurfzeit am Sonntagnachmittag oder am Backeverbot habe es gelegen, dass ihre Mannschaft dem Schlusslicht den zweiten Saisonsieg schenkte. Allein die schwache Leistung und ein Gegner, der über sich hinaus wuchs, seien an der Pleite Schuld gewesen. Die Kropperinnen bissen sich an der aggressiven Niendorfer Abwehr die Zähne aus. Vorne konnten sie nur sporadisch auf die Dienste von Dörte Paul zurückgreifen, die mit Knieproblemen in die Partie ging. Auch Levke Rohwer und Sarah Jörgensen schleppten sich angeschlagen durchs Spiel. Aber auch diese Tatsachen wollte Leptien nicht als Ausrede gelten lassen: „Wir sind von Anfang an einem Rückstand hinterhergelaufen und konnten irgendwann den Hebel nicht mehr umlegen.“ Bis auf Marie Kösling und Katja Ohm blieben alle Spielerinnen hinter ihren Möglichkeiten zurück.

HSG Kropp/Tetenhusen: Maelzer (1.- 30.), Cornehl (ab 31.) - Pahl (2), Jörgensen (1), Paul (2), Rohwer, Seidel (7/6), Ohm (2), Krück (3), Kösling (5), L. Jöns, Lübker (1).

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