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Jugendhandball : Bittere Pleiten bei Owschlager Bundesliga-Premiere

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Am ersten Spieltag der Nachwuchs-Bundesliga müssen sie A-Juniorinnen des TSV Owschlag zwei knappe Niederlagen hinnehmen.

Für den TSV Owschlag war es die Höchststrafe. „Dann lieber zweimal ordentlich einen auf die Mütze bekommen und anerkennen, dass der Gegner stärker ist, als zweimal so zu verlieren“, lautete das Fazit von Trainer Jens Meves nach dem 1. Spieltag der Handball-Bundesliga der weiblichen Jugend A. Sowohl gegen den TV Oyten (29:30) als auch gegen die JSG Halle/Barleben/Magdeburg (26:27) verloren die Owschlagerinnen mit einem Tor Unterschied.


TSV Owschlag – TV Oyten 29:30 (11:14)

Auch wenn es am Ende nicht reichte und es eine unglückliche Niederlage gab, so war Owschlags Trainer Jens Meves dennoch hochzufrieden. „Das war eines der besten A-Jugend-Handballspiele, die ich in meiner über 25-jährigen Trainerzeit miterleben durfte. Hammer! Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mädels.“ 60 Minuten lang hatten sich beide Teams einen knallharten, temporeichen Schlagabtausch geliefert. „Wir haben nicht früh genug die erforderliche Aggressivität in der Abwehr entwickelt und sind auch nicht vorne aggressiv genug in die Zweikämpfe gegangen“, sagte Owschlags Coach. Mitte der ersten Halbzeit sah es so aus, als würde es gegen die robusten Oyterinnen eine herbe Niederlage geben. Die Gäste hatten sich auf 13:7 (26.) abgesetzt. Doch Owschlag besann sich seiner Kampfkraft. Über 11:14 zur Pause gelang dem TSV beim 16:16 der Ausgleich (38.). Zwar zog Oyten nochmals auf drei Tore davon (23:20, 27:24), doch in der Schlussphase zündeten die Owschlagerinnen den Turbo. Drei Minuten vor dem Abpfiff war die Partie beim 28:28 wieder offen. Oyten legte das 29:28 vor, doch Sina Stachowski glich erneut aus. Dem Oytener Siegtreffer ging dann eine Fehlentscheidung der unsicheren Unparteiischen voraus. Die hatten Jill Sievert mit zwei Minuten bestraft. „In Unterzahl war das Unentschieden gegen diesen Gegner nicht über die Zeit zu retten“, so Meves.

TSV Owschlag: Brudniok, Weiß – Behrend (5), Steffek (11/3), Meenke (1), Stachowski (5), Sievert (7), Kubat, Brandt, Anderson, Clausen, Delfs.
 

TSV Owschlag – JSG Halle/Barl./Magdeb. 26:27 (12:11)

Letztlich war es die Summe vieler Kleinigkeiten, die den Ausschlag für die Niederlage gab. „Wir haben es nicht geschafft, die richtige Balance zwischen individuellem und mannschaftlichem Spiel zu finden“, resümierte Trainer Jens Meves. Dabei sah es anfangs für die Owschlagerinnen sehr gut aus. Nach dem 4:4 (11.) setzte sich der TSV auf 11:6 ab. „In dieser Phase haben wir souverän in der Abwehr gespielt.“ Umso unverständlicher war es für Meves, dass sein Team plötzlich völlig aus dem Rhythmus kam und den Gegner stark machte. Die gastgebende JSG kämpfte sich bis zur Pause auf 11:12 heran, schaffte es nach dem Wechsel beim 19:19 auszugleichen und zog bis zur 54. Minute auf 24:21 davon. Der TSV Owschlag kämpfte verbissen, kam aber einfach nicht ran. Zwei Minuten vor dem Ende gingen die Owschlagerinnen beim 24:26 zur offenen Manndeckung über und wurden belohnt. Beim 26:26 war alles wieder offen. Owschlag erkämpfte sich sogar noch einmal den Ball, verlor ihn aber wieder und musste im Gegenzug unmittelbar vor dem Abpfiff das 26:27 hinnehmen.

TSV Owschlag: Brudniok, Weiß – Behrend (5), Steffek (6/1), Meenke (1), Stachowski (1), Sievert (7/2), Kubat, Brandt (2), Anderson, Clausen, Delfs (4).

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erstellt am 29.Sep.2013 | 19:16 Uhr

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