zur Navigation springen

Handball-Oberliga : Bitter: Hohn kassiert das 31:32 Sekunden vor dem Abpfiff

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG steht nach der unglücklichen Niederlage in Preetz vor dem Abstieg.

Es war so wichtig. Es war so knapp. Es war so bitter. Schon ein Unentschieden beim Preetzer TSV hätte der HSG Hohn/Elsdorf aufgrund des besseren direkten Vergleiches einen großen Vorteil im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga der Männer verschafft. Doch durch die 31:32 (16:17)-Niederlage ist die HSG Hohn/Elsdorf am vorletzten Spieltag auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Nun muss das Team von Trainer Thies Schmalfeld am kommenden Sonnabend im letzten Spiel gegen den HSV Hamburg II (17 Uhr, Werner-Kuhrt-Halle) gewinnen und auf Ausrutscher der Konkurrenten hoffen.

Es war in Preetz das erwartet knappe und spannende Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte. Zwar führte die HSG nur ein einziges Mal, beim 29:28 wenige Minuten vor dem Schlusspfiff, aber sie war immer in Schlagweite oder schaffte es, größere Rückstände wettzumachen. Trotzdem blieben am Ende nur die Tränen. Wie es dazu kam, hätte Hitchcock selbst sich nicht grausamer ausdenken können. „Wir haben gekämpft, wir haben alles gegeben, Jörg Gosch hat ein grandioses Spiel gemacht. Ich kann keinem einen Vorwurf machen“, sagte der nach eigenen Worten „sehr niedergeschlagene“ HSG-Trainer Thies Schmalfeld. Preetz wollte sich von den bissigen Hohner lösen, schaffte es aber nie ganz. Aus einem 3:0 wurde ein 4:3, das 10:8 wurde zum 11:11. Immer wieder kämpften sich die Hohner heran. „Und immer wieder wurden wir dann durch Zeitstrafen aus der Bahn geworfen. Die Schiedsrichter haben uns benachteiligt“, kommentierte Schmalfeld das ungleiche Zeitstrafenverhältnis. Während sein Team gleich 16 Minuten in Unterzahl agieren musste, stand Preetz nur sechs Minuten mit einem Spieler weniger auf dem Feld.

Die zweite Hälfte glich der ersten. Der 25:21-Führung der Gastgeber folgte der 28:28-Ausgleich und die 29:28-Führung der HSG. Dann kam aber die Schlussphase, an die jeder Hohner wohl noch lange denken wird. Unbeschreiblicher Jubel über das 31:31 wenige Sekunden vor dem Ende wurde jäh unterbrochen durch den Platzverweis für Patrick Möller, der Michael Spieker am Anwurfpunkt vorsorglich fällte, um den letzten Angriff der Preetzer zu unterbinden. Danach jubelten nur noch die Preetzer, denn mit den Schlusssekunden schafften sie es irgendwie, einen Elf-Meter-Wurf im Tor unterzubringen und doch noch zu gewinnen.

HSG Hohn/Elsdorf: Dobratz, Treziak – Thöming (4), Möller (4), Oeltjen (5), Hohnsbehn (2), Reinsch, Bendixen, Oettershagen, Petersen, Brown (1), Gosch (15/6).

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen