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Schülerbeförderung : „Bildungstarif“ steht auf dem Prüfstand

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die vergünstigte Schülerbeförderung wurde bisher nur mäßig angenommen. Heute steht das Thema im Regionalentwicklungsausschuss des Kreises auf der Tagesordnung.

Nach einem Jahr Anlaufzeit steht der „Bildungstarif“ auf dem Prüfstand. Die vergünstigte Beförderung von Schülern per Bus und Bahn ist heute Thema im Regionalentwicklungsausschuss. Nur rund zwölf Prozent der 3400 Schülerinnen und Schüler, denen der Bildungstarif zusteht, hatten die Leistung bisher in Anspruch genommen. Das geht aus den Berechnungen des Kreises hervor. „Das ist schon relativ knapp und nicht so viel, wie wir gedacht hatten“, erklärte Dr. Martin Kruse, Fachbereichsleiter Regionalentwicklung, Bauen und Schule.

Der Kreistag hatte Ende April vergangenen Jahres beschlossen, für Schüler der Klassen 11 bis 13, die bis zum Ende des Schuljahres maximal 18 Jahre alt sind, bei den im Kreis tätigen Verkehrsunternehmen einen Rabatt für Bus und Bahn in Höhe von 20 Prozent des Preises auf eine Schülermonatskarte zu gewähren. Die Preisdifferenz trägt der Kreis. Den „Bildungstarif“ können Jungen und Mädchen an allgemeinbildenden Schulen und (mit Einschränkungen) an den Beruflichen Bildungszentren (BBZ) in Anspruch nehmen. Voraussetzung für die Berechtigung ist, dass der Wohnort des Schülers im Kreis Rendsburg-Eckernförde liegt und dass die Wohnortgemeinde nicht die Gemeinde des Schulortes ist.

Mit 3400 anspruchsberechtigten Schülern und durchschnittlichen Kosten von 130 Euro pro Fahrkarte wurde geplant. 440 000 Euro wurden im Haushalt dafür eingestellt. Im Schuljahr 2013/2014 wurden beim Kreis und bei den Verkehrsunternehmen 423 Anträge gestellt, Kosten von knapp 51 000 Euro sind dadurch entstanden. „Im zweiten Schulhalbjahr wurde spürbar mehr nachgefragt, und es erfolgten mehr Antragseingänge“ heißt es in der Vorlage für die heutige Ausschusssitzung.

Schon während des abgelaufenen Schuljahres fanden Abstimmungen mit den Verkehrsunternehmen und den Schulsekretariaten statt. So wurden Erfahrungswerte und Vorschläge zur Optimierung des Angebots gesammelt. Diese werden heute unter anderem Gegenstand der Diskussionen im Ausschuss sein. „Ein neues Instrument muss evaluiert werden“, sagt Martin Kruse. So soll festgestellt werden, ob hinsichtlich der möglichen Verbesserungsaspekte seitens des Kreises Handlungsbedarf bestehe. Vorrangig müsse laut Vorlage an der Kommunikation zwischen der Verwaltung und den Verkehrsunternehmen sowie den Schulen und Schulträgern gearbeitet werden. Zudem sei die Einrichtung von weiteren Verkaufsstellen, vor allem im südwestlichen Kreisgebiet, angeregt worden. Bisher gibt es Verkaufsstellen in Rendsburg, Eckernförde, Schacht-Audorf, Hohenwestedt, Bordesholm, Kiel und Kellinghusen.


> www.kreis-rd.de/bildung-kultur

 

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erstellt am 27.Aug.2014 | 07:00 Uhr

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