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Ausstellungs-Eröffnung : Bilder von Frauke Gloyer lassen dem Betrachter Gelegenheit zum Nachdenken

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Galerie Müllers wird morgen eine Ausstellung mit Arbeiten einer Norddeutschen Realistin eröffnet. Kleine Formate werden von der Künstlerin bevorzugt. Dunkle Farben bedeuten nicht unbedint düstere Stimmung.

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erstellt am 15.Sep.2013 | 11:00 Uhr

Dass sie „eigensinnig und dickköpfig“ ist, wie in einem Katalog von 1997 zur Ausstellung „Kinderkram“ zu lesen ist, sieht man ihren Bildern nun gar nicht an. Trotzdem tragen sie den ureigenen Pinselstrich als Handschrift der Frauke Gloyer. Das gilt auch für die über 50 Arbeiten, die ab morgen in der Galerie Müllers zu sehen sind.

Die Bilder, ausschließlich Öl auf Leinwand, stammen größtenteils aus den letzten beiden Jahren. Nur wenige ältere wurden der ersten Einzelschau der in Galmsbüll/Nordfriesland lebenden Künstlerin bei Müllers seit 2006 hinzugefügt. Die Formate sind eher klein gehalten, keines der Bilder ist größer als 60-mal 80 Zentimeter („Der Regenschleier“).

Die Norddeutsche Realistin Frauke Gloyer malt mit Vorliebe Stillleben wie Schuhpaare und Instrumente, Landschaften und Tiere ihrer Umgebung, wobei das Watt ein häufig wiederkehrendes Motiv ist. Es findet sich auch auf „Austernfischer“, nach Angaben von Sibylle Müllers schon vor der Eröffnung der bereits verkaufte Renner der Ausstellung.

Wie hingehuscht wirken einige skizzenhafte Bilder, in denen ein Tier oder ein Gegenstand den Mittelpunkt bildet. Der Hintergrund verwischt, zuweilen ist die Leinwand zu erkennen. Nicht selten muss der Betrachter ein Bild zu Ende denken, wie Tom Müllers sagt.

Gloyer bevorzugt dunklere Töne, ohne dass durchgehend trübe Stimmung herrscht. Dafür sorgt schon, wie bei „Hamburger Hallig II“, das durch die Wolken brechende Licht. Überraschend erscheint ein kräftiges Blau „Auf dem Stein“.

Bei der Eröffnung am Sonntag (15 Uhr) ist Frauke Gloyer anwesend.. Einführende Worte spricht Dr. Thomas Gädeke, von den Landesmuseen Schloss Gottorf (bis 20. Oktober, Dienstag bis Freitag 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr, Sonnabend/Sonntag 10 bis 14 Uhr).

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