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Schülp bei Nortorf : Bierselige Vision für die Region

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Auf dem Gelände des ehemaligen Torfwerks in Schülp bei Nortorf ist eine Erlebnis-Brauerei geplant. Der Initiator bewirbt sich um Fördermittel.

Eine Erlebnis-Brauerei auf dem Gelände des ehemaligen Torfwerks in Schülp bei Nortorf: Diese Projektidee „pitchte“ Bier-Sommelier Matthias Kopp bei der Vorstandssitzung der Aktiv-Region Mittelholstein in Todenbüttel. Der Reinbeker hofft auf Fördermittel, um sein ehrgeiziges Vorhaben in die Tat umsetzen zu können. Und seine Chancen stehen ganz gut, denn die Vorstandsmitglieder der Aktiv-Region vergleichen das geplante „Broohuus“ bereits jetzt mit der „gut 2“-Quellwasserabfüllanlage der Hohenwestedter Werkstatt in Nindorf, die als besonders vorbildliches Leuchtturm-Projekt gilt.

Das Craft-Beer-Konzept soll nun auch in Mittelholstein seinen Siegeszug antreten. „Regionalität ist das neue Bio“, sagte Kopp, als er bei der Vorstandssitzung der Aktiv-Region Mittelholstein im neuen Markt-Treff in Todenbüttel sein Projekt „Torfwerk Broohuus“ vorstellte.

Der gelernte Juwelier aus Reinbek hat die Craft-Beer-Szene in der Bundeshauptstadt kennengelernt: „Als ich in Berlin gewohnt und gearbeitet habe, war Michael Schwab von der Brewbaker-Brauerei mein Nachbar.“ Das ist toll, das will ich auch, sagte sich Kopp – und machte sich vor zwei Jahren als Bier-Sommelier und Genuss-Berater selbständig. Mit seinem Firmennamen „bier-faktur“ will er das Handwerkliche des Bierbrauens zum Ausdruck bringen.

Der Erfolg als Sommelier für Craft-Beer-Sorten hat ihn nun zu einem ehrgeizigeren Projekt ermutigt: einer Erlebnis-Brauerei auf dem Gelände des ehemaligen Torfwerks in Schülp bei Nortorf. „Da wollen wir Bier wieder als Genussmittel erlebbar machen“, kündigte Kopp an. „Das Besondere an unserem Projekt ist die Regionalität. Nachhaltigkeit ist uns wichtig, und wir wollen auch gern wieder Hopfen und Malz in Norddeutschland anbauen“, sagte Kopp. Das „Torfwerk Broohuus“, das unter anderem mit einer Bier-Bar verbunden sein soll, habe durchaus das Zeug zu einem „touristischen Magneten“, betonte der „bier-faktur“-Chef, der nicht selbst brauen, sondern für sein geplantes „Broohuus“ einen Bierbrauer engagieren will.

„Das ist eine gute Idee, die auch aus touristischer Sicht sehr interessant ist“, lobte der Vorstandsvorsitzende der Aktiv-Region Mittelholstein, Jürgen Barth.

„Das wäre eine Chance, ein weiteres Highlight und Alleinstellungsmerkmal für Mittelholstein zu kreieren“, sagte Barths Stellvertreterin Renate Gaethke-Sander und verglich das Potenzial des „Broohuus“-Konzepts mit der „gut 2“-Quellwasserabfüllanlage der Hohenwestedter Werkstatt in Nindorf, die 2011 vom Landesbeirat der Aktiv-Regionen als „Leuchtturmprojekt“ eingestuft, mit 270 000 Euro aus dem EU-Zukunftsprogramm „Ländliche Räume“ gefördert und im Mai 2015 eingeweiht wurde.

„Auf das ‚gut 2‘-Quellwasserhaus sind wir immer noch sehr stolz“, sagte Regionalmanager Heinz-Dieter Gröning. „Auch in der geplanten Erlebnis-Brauerei fließt nun alles zusammen: Tourismus, Umwelt und Regionalität – das ist eine gute Sache, die wir gern im nächsten Jahr realisieren würden.“

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