Fockbek : Bierdusche für den Bürgermeister

Baugebiete ausweisen kann er besser als Bierfässer anstechen: Gut gelaunt bemühte sich Bürgermeister Holger Diehr darum, von den 40 Litern Freibier möglichst wenig zu verschütten. Hat nicht ganz geklappt.
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Baugebiete ausweisen kann er besser als Bierfässer anstechen: Gut gelaunt bemühte sich Bürgermeister Holger Diehr darum, von den 40 Litern Freibier möglichst wenig zu verschütten. Hat nicht ganz geklappt.

Das 40. Dorffest in Fockbek war ein voller Erfolg. Und ein Seifenkistenrennen gab’s auch.

shz.de von
20. August 2018, 09:35 Uhr

Ein ganzes Dorf in Feierlaune: Fockbek stand am Wochenende im Zeichen seiner „Aalversuperdaag“. Zahlreiche Besucher aus der Region genossen das Angebot des 40. Dorffestes. Zum Jubiläum gab es 40 Liter Freibier. Bevor es an den Ausschank ging, musste sich Bürgermeister Holger Diehr der kniffligen Aufgabe stellen, das Bierfass anzustechen. Eine große Schürze sollte ihn vor einer möglichen Bierfontäne schützen, was aber nicht ganz gelang. Als Diehr nach einigen kräftigen Schlägen den Zapfhahn fast im Fass hatte, bekamen er und einige Besucher eine kleine Bierdusche. Bürgervorsteher Henning Loose betätigte sich danach als Kellner und ging mit einem Freibier-Tablett durch die Reihen der Besucher.

Als „Fest für alle Generationen“ bezeichnete Diehr die „Aalversuperdaag“. „Da ist für jeden etwas dabei, für Alt und Jung, für Singles und Familien.“ Im Friedhofsweg richtete das Jugendzentrum „Buernhuus“ mit Unterstützung der Förde-Sparkasse und der Schulsozialarbeit am Sonnabend wieder das beliebte Seifenkistenrennen aus. Die Startrampe hatte das Hobby-Wohnwagenwerk vor vier Jahren von seinen Lehrlingen bauen lassen und den Ausrichtern gestiftet. Von der 2,70 Meter hohen Rampe „rasten“ die 17 Kinder in etwas mehr als zehn Sekunden über die 50 Meter langes Strecke ins Ziel, wo die Zeit per Hand gestoppt wurde. Die elektronische Zeitnahme per Lichtschranke war ausgefallen. „Das war genau genug“, meinte Torsten Wittenberg vom Jugendzentrum. Die vier Seifenkisten der Gemeinde sind vor Jahren von einem Lehrer gebaut worden. Im vergangenen Jahr fiel das Seifenkistenrennen aus, weil die Fahrzeuge aus Sicherheitsgründen überprüft werden mussten.

Auch Eigenbauten gingen erfolgreich an den Start. Antonio Gündel (9) aus Fockbek kam auf den zweiten Platz. Zweiter wurde er auch im Schönheitswettbewerb mit seinem „Drachen“, den er zusammen mit seinem Vater Kai und seiner Mutter Rebecca vor fünf Jahren gebaut hat. „Manche halten das Gefährt auch für ein Krokodil mit einem Horn“, schmunzelte Kai Gündel.

Bei Kaffee und Kuchen genossen viele Besucher die Konzerte von Feuerwehrmusikzügen im DRK-Kaffeegarten. Auch Ursula Dietrich ließ es sich schmecken. „Nur zwei Euro für Kaffee und Kuchen, das ist echt günstig“, freute sich die 80-Jährige über das Angebot. Ihr gefiel die Atmosphäre. Das empfand Silke Grage vom DRK-Ortsverein genauso. „Man trifft sich hier einfach, das ist ´Dorf´.“

Das Dorffest endete gestern Abend mit der der großen Tombola-Hauptziehung. Wer den ersten Preis, ein gebrauchtes Peugeot 206 Cabrio, gewonnen hat, berichten wir in unserer morgigen Ausgabe.

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